Gestern wurde Geschichte in der noch jungen Historie der Dorsten Reapers geschrieben. Es gab den ersten Gameday der Herren und den ersten Sieg für das Team um Head Coach Markus Spangenberg. Die Reapers gewannen mit 18:09 gegen die Brilon Lumberjacks, die zwei Klassen höher spielen.

Mit einjähriger Verspätung gab es das erste Spiel der Dorsten Reapers (Foto: Oliver Jungnitsch)Mit einjähriger Verspätung gab es das erste Spiel der Dorsten Reapers (Foto: Oliver Jungnitsch)

Für Dirk Pech war es sicherlich einer der anstrengendsten Tage als Vorstandsmitglied der Reapers, denn er kämpfe gestern an allen Fronten. Nach dem ersten erfolgreichen Gameday gestand er mir: „Bei mir war nachher nur noch Vakuum in der Birne.  Ich habe nur noch funktioniert und ständig über weitere Verbesserungen nachgedacht. Wir haben echt gewonnen! Unglaublich! Und noch viel besser: wir, die Dorsten Reapers, haben viele neue Zuschauer für diesen Sport begeistern können.“ 

Zum Freundschaftsspiel gegen den Gast aus Brilon kamen rund 150 Zuschauer, die lange Zeit ein offenes Spiel der beiden Teams sahen. Der Gameday war sehr gut organisiert und mir wird der „Reaper Cheeseburger“ besonders gut in Erinnerung bleiben. 

Zum Spiel: Der Cointoss und Kickoff wurde etwas nach vorne gezogen, was eine gute Entscheidung war, denn der Regen setze kurz nach dem Abpfiff ein. Die Brilon Lumberjacks begannen mit dem Kickoff das Freundschaftsspiel um 14:51 Uhr und beendeten ihre 22.-monatige Spielpause. Die Gastgeber aus Dorsten starten mit einem guten Mix aus Lauf- und Passspielzügen. Dabei ging es für die Reapers an der eigenen 25 Yardline los und sie arbeiteten sich über das Feld bis 25 Yardline auf der anderen Seite. Hier spielten sie den 4. Versuch aus und gaben das Angriffsrecht an die Lumberjacks ab. Gerade durch das Laufspiel von Running Back Waldemar Bechthold #28 gelang es den Gästen Yards zu sammeln. Der erste Drive endete an der 9 Yardline der Gastgeber. Von hier erzielten die Gäste die ersten Punkte durch ein Fieldgoal der Nummer 87, Nils Schauerte, dem Kicker und Wide Receiver der Lumberjacks (Spielstand 00:03). Es dauerte bis zum zweiten Quarter, bis es zum ersten Touchdown in der noch jungen Geschichte der Dorsten Reapers kam. Im vierten Versuch warf Quarterback Hanns Wiemann #11 den Ball von der 43 Yardline auf WR Dominic Mein #16, der dann dem Weg in die Endzone fand. Die TPC misslang den Reapers und somit gingen die Dorstener mit 06:03 in Führung. Nach einem weiten Pass von Marco Triharta #14 auf WR Moritz Hund #13 gab es den ersten Touchdown für die Sauerländer. Triharta spielt nach dem Ausflug in die Defense wieder auf der Position des Quarterbacks. Moritz Hund sprintete bei seinem Touchdown von der 50 Yardline unberührt bis in die Endzone der Reapers. Der PAT war nicht gut. Der neue Spielstand von 06:09 war auch gleichzeitig der Pausenstand.

Nach der Pause war es wieder ein vierter Versuch, der für die Reapers mit einem Touchdown endete. Nach Pass von Wiemann auf seinen Tight End Lukas Flockert #87 gingen die Hausherren mit 12:09 in Führung. Die TPC brachte keine weiteren Punkte auf das Scoreboard. Kurz später ließen die Dorsten Reapers weitere Punkte liegen. Ein Fieldgoal über 25 Yards ging direkt an die untere Torlatte. Dennoch gehörten die nächsten Punkte wieder den Reapers. Nach einem Pass auf WR Matthias Grewer #15 erhöhen sie auf 18:09, was gleichzeitig auch der Endstand war (PAT/TPC nicht gut). 

Nach dem Spiel konnten wir noch eine Einschätzung der beiden Head Coaches bekommen. Chris Nehls, der HC der Lumberjacks ordnete das Testspiel so ein: „Ich denke man hat bei uns gemerkt, dass das letzte Spiel im September 2019 war. Auch die nur kurze Trainingsdauer von sieben Wochen war spürbar. Ich habe einige gute Ansätze gesehen, die Ausführung von den Plays war oft wirklich gut! Auch die Motivation und der Kampfgeist waren da, jedoch haben uns zu viele kleine Fehler, Unachtsamkeit und teilweise auch fehlende Cleverness das Spiel gekostet. Den Dorstenern hat man auch angemerkt, dass sie nervös waren und viele Spieler ihr erstes Spiel bestritten haben, aber sie haben einen großartigen Spirit gezeigt. Auch haben die Reapers bei uns eine nicht optimale Zuordnung im Backfield finden können. Leider haben sie alle drei Touchdowns durch diese Lücke in unserer Defense erzielt. Wenn du da Schwächen zeigst, gleichzeitig in der Offense den Sack nicht zumachst, dann verlierst du halt. So ist das Spiel. Dafür ist am Ende immer der Coach schuld, also geht diese Niederlage auf meine Kappe. Schlussendlich haben wir nicht so „performt“, wie wir uns das vorgestellt haben. Es gibt also genug, an dem wir im Training arbeiten müssen. Nach der langen Pause war es aber trotzdem genial, wieder im Wettkampf zu stehen. Wir sind noch lange nicht da, wo wir sein können und wollen, aber die Basis für eine erfolgreiche Zukunft ist da. Harte Arbeit wird uns dahin zurückbringen.“ 

Markus Spangenberg wurde etwas „überredet“, damit er Head Coach der Dorsten Reapers wurde. Aus heutiger Sicht, so verriet er es uns, war es die richtige Entscheidung. Zu der Spielpremiere seines Teams sagte er uns folgendes: „Ich habe vermutet, dass das Spiel so laufen könnte. Aber so gut, wie es jetzt gelaufen ist, hätte ich nicht erwartet. Mit Stephan (Humberg) habe ich auch die Dorsten Braves in s Leben gerufen. Im ersten Vorbereitungsspiel gab es eine 80:0 Niederlage gegen die Dinslaken Dragons. Sie spielten damals in der Regionalliga. Auch hier waren wir mit dem Team im kompletten Neuaufbau. Das zweite Spiel ging gegen die Assindia Cardinals. Das ging mit 105:05 oder so zu Ende. Mit diesen Erfahrungen war es schwierig den Neustart der Dorsten Reapers realistisch einzuschätzen. Bei meinem Team hat mich die Teamleistung angenehm überrascht. Wir sind mit 23 Mann aufgelaufen und jeder ist für jeden eingesprungen. Da entwickelt sich ein richtig gutes Teamgefühl. Das war schon cool!“ 

Auf den Einwurf, dass die Reapers mehr Einsatz gezeigt haben und die häufigen Gastgeschenke der Lumberjacks dankend angenommen haben, sagte Markus: „Ja das stimmt. Wir haben immer wieder verschiedene Spielsituationen angesprochen, wie z.B. beim Kickoff. Das ist dann ein freier Ball, also schmeiß dich drauf. Das haben meine Jungs gut umgesetzt. Da ist überraschend wie viel aus dem Training beim Team hängen geblieben ist. Man darf auch nicht außer Acht lassen, dass das schwülwarme Wetter alles andere als angenehm war und wir im letzten Jahr nur Flag-Football trainieren konnten. Dafür war es eine gute Teamleistung. Als Coach siehst du aber immer Dinge, an denen wir arbeiten müssen.“  Markus Spangenberg wird somit am der Feinabstimmung arbeiten und schaut optimistisch in die Zukunft der Reapers und deren Ligastart.

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Oliver Jungnitsch für FandS / NRW Football

Am Sonntag hatten die Aufsteiger, die Assindia Cardinals, die Langenfeld Longhorns zu Gast. Nach einem 7:31 Rückstand wendeten die Cardinals fast noch das Spiel, verloren am Ende jedoch knapp mit 28:31. 

Der Quarterback Joe Newman #6 erzielte mit einem Lauf über fast 80 Yards einen Touchdown(Foto: Oliver Jungnitsch)Der Quarterback Joe Newman #6 erzielte mit einem Lauf über fast 80 Yards einen Touchdown (Foto: Oliver Jungnitsch)

Es war ein kleiner Schritt in Richtung Normalität, denn die Essener durften die ersten Zuschauer nach der Coronapause im Stadion Am Hallo empfangen. 500 Schaulustige folgten der Einladung und sahen ein spannendes Spiel in der GFL2.

Die Assindia Cardinals gewannen den Coin Toss und entschieden sich, den Ball in der ersten Halbzeit zu empfangen. Der erste Drive brachte für die Men in Blue nichts ein, im Gegenteil, denn Runningback Julian Zorz verletzte sich (Verdacht auf Rippenbruch). Die Longhorns machen es besser: Nach Pass von Quarterback Michel Fritsche #5 auf Joey Walden #9 gab es den ersten Touchdown für die Gäste (PAT Yannick Steger #21 - 00:07). Die Cardinals zeigten sich davon unbeeindruckt. So war es Quarterback Joe Newman #6 der mit einem Lauf über fast 80 Yards direkt den Ausgleich erzielte (PAT Simon Sikorski #15 – 07:07). 

Die Freude auf Essener Seite dauerte jedoch nicht lange, denn mit dem nächsten Drive konnte sich Jarvis McClam #2 bis in die Endzone durchtanken (PAT Steger) und somit gingen die Langenfeld Longhorns mit 14:07 in Führung. Nach einem gefangenen Pass konnte Joey Walden #9 erneut für die Gäste mit einem Touchdown punkten (PAT Steger #21) und baute so die Führung auf 21:07 aus. Auch die letzten Punkte in der ersten Halbzeit gehörten den Langenfeldern. Mit einem Lauf von Quarterback Michel Fritsche #5 und dem PAT von Steger erhöhten die Longhorns auf 28:07. Dies war auch der Pausenstand.

Bei den Cardinals muss es in der Pause entweder einen Zaubertrank oder ein ordentliches Gewitter gegeben haben, denn nach der Pause sah man ein anderes Team auf dem Platz. Besonders die Defense der „Men in Blue“ spielte viel besser in Hälfte „Zwei“. Dieser Mannschaftsteil war erst kurz vor dem Anpfiff und weit nach allen anderen wieder auf dem Feld. Egal was es war, es half den Essenern.

Die Defense der „Men in Blue“ ließ im weiteren Spiel nur noch ein Fieldgoal zu. So konnte Richard Grubmüller #56 die Führung für die Langenfeld Longhorns durch ein 38-Yard Field Goal auf 31:07 ausbauen. Beim anschließenden KickOff Return nutze Mathieu Laby #23 die guten Blocks seiner Mitspieler aus und lief 95 Yards bis in die Endzone der Langenfelder zum Touchdown (13: 31 - PAT nicht gut). Nach einem gefangenen Pass lief Brian Burnett #8 fast über das halbe Spielfeld und sorgte für den nächsten Touchdown der Cardinals. Burnett war es auch, der die TPC erfolgreich zum 21:31 abschloss. 

Nach einem Laufspiel von Markus Thöne #25 und dem PAT von Sikorski verkürzten die Assindia Cardinals auf 28:31.  Im Anschluss spielten die Longhorns die Uhr clever herunter und nahmen die Punkte mit aus Essen. Damit sind die Cardinals noch ohne Sieg in der neuen GFL2 Saison und auf Head Coach Bernd Janzen kommt die nächste schwere Aufgabe bereits am kommenden Wochenende zu. Hier warten die Düsseldorf Panther, die viele ehemaligen Spieler der Essener zu ihrem Kader zählen.

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Verfasser und verantwortlich für den Inhalt: Oliver Jungnitsch für Fands

Im Nachgang zu unserem Besuch in dieser Woche bei den Gelsenkirchen Devils hatten wir die Gelegenheit, mit Head Coach Heiko Czarnotta zu sprechen. Er vermittelte uns seinen Eindruck vom Leistungsstand des Herrenteams.

Heiko Czarnotta (Bildmitte) ist seit November 2019 der Head Coach der Gelsenkirchen Devils. Von Beginn dabei ist Michael Antoschowitz (rechts neben Heiko) der die O-Line trainiert. (Foto: Oliver Jungnitsch)Heiko Czarnotta (Bildmitte) ist seit November 2019 der Head Coach der Gelsenkirchen Devils. Von Beginn dabei ist Michael Antoschowitz (rechts neben Heiko) der die O-Line trainiert. (Foto: Oliver Jungnitsch)

Heiko hat bereits das Team im November 2019 übernommen, nachdem Jan Kärner mit seinem Coaching Staff die Gelsenkirchen Devils aus persönlichen Gründen verlassen hat. Aufgrund er Corona Krise gab es bisher nur ein Scrimmage. Es ging dabei gegen Heiko’s „alten“ Verein, die Wuppertal Greyhounds. Das ist mittlerweile schon weit über ein Jahr her (Ende Februar 2020).

Heiko Czarnotta kennt somit sein Team schon eine längere Zeit, aber bisher gab es bis auf das angesprochenen Scrimmage keine „Benchmarks“ für sein Team. Wir wollten daher wissen, wie er den Trainings- und Leistungszustand der Gelsenkirchen Devils beurteilt. Hier ist seine Antwort: „Der Trainingszustand ist leider nicht bei allen optimal. Die lange Trainingspause und fehlende Möglichkeiten ins Fitness-Studio zu gehen, haben da sicherlich nicht geholfen. Die angebotenen Online-Trainings konnten leider das Footballtraining und das Quälen im Gym nicht vollständig ersetzen. Aktuell versuchen wir den Spagat zwischen footballspezifischem Training und Steigerung der Physis hinzubekommen. Das ist im Amateursport nicht ganz so einfach. Daher ist jetzt jeder einzelne gefragt!“

Auf unsere Frage, was seit seinem Amtsantritt im November 2019 passiert ist oder wie sein Zwischenfazit ausfällt, antwortete Heiko so: „Mit Übernahme des Amtes des Head Coaches im November 2019 zeichnete sich bereits ab, dass sich das Team deutlich verändern würde. Es gab viele alters- oder berufsbedingte Abgänge. Darüber hinaus haben einige Leistungsträger die Herausforderung in der GFL2 gesucht und folglich die Devils verlassen. Aus diesem Grund stehen die Devils vor einem deutlichen Umbruch. Weiterhin war der komplette Trainerstab zurückgetreten und musste neu aufgebaut werden. Ich bin froh, dass die Coronazeit genutzt werden konnte, um neue Coaches zu gewinnen. So unterstützen mich jetzt als DC und Linebacker Coach Holger Meyring und Bastian Grundmann als D-Line Coach. Die DB’s werden von Marc Overwien trainiert. Er ist genau so wie Michael Antoschowitz, der die O-line coacht seit Beginn dabei.“

Zum Abschluss fragten wir, wie Heiko die anstehende Regionalliga Saison einschätzt. Er sieht es so: „Die erste Spielzeit in der Coronazeit sehe ich als Chance auf eine verlängerte Vorbereitung auf die Saison 2022. Es geht primär um die Entwicklung der neuen Spieler (Rookies, Neuanfänger) und Etablierung des neuen Spielsystems. Die Ergebnisse sind hierbei zweitrangig.“

Die Herren der Gelsenkirchen Devils trainieren am Montag und Donnerstag in der Zeit von 20:00 bis 22:00 Uhr in der Glückauf-Kampfbahn. Weitere Informationen befinden sich auf der Homepage (Link), Facebook (Link) oder Instagram (Link). 

Oliver Jungnitsch für NRW Football /Fands

Heute haben wir uns einen Trainingstag der Herne Black Barons angeschaut. Nach der langen Pause kann auch hier wieder normal trainiert werden. Für Kai-Uwe Weitz war es mal wieder ein langer Tag, denn er coachte die U16 und später die Herren.

Training der Herne Black Barons (Foto: Oliver Jungnitsch)Training der Herne Black Barons (Foto: Oliver Jungnitsch)

Die Herner Black Barons sind aktuell Gast auf dem Sportplatz an der Schaeferstraße, dies wird sich bald ändern. Ab dem 2. August 2021 werden sie in ihr neues Heim im Horststadion beziehen. Hier entsteht eine neue Anlage, die speziell für den American Football ausgelegt ist. Kunstrasen ist nicht gleich Kunstrasen, so bekommen die Black Barons einen Belag mit besonderen Fasern, die auf diese Sportart abgestimmt sind. Auch wird es eine permanente Footballlinierung und richtige Goalposts geben. Somit gute Voraussetzung für die Saison, die ab dem 21.08.2021 beginnen soll.

Noch ist der Samstag der Haupttrainingstag für die Barons, denn er beginnt mit den Jugendspielern ab 11:45 Uhr. Hier bieten sie eine U10, U13, U16 an. Kai-Uwe berichtet uns, dass die Teams jeweils als 5er Tackle starten. Gerade für Neueinsteiger sieht er es eher als Vorteil, da die Rookies nicht auf alles zusammen achten müssen, sondern in kleinen Schritten an den Sport herangeführt werden. Die Herner Jugend umfasst mehr als 60 Jugendspieler. Die Trainingszeiten sind hier verlinkt.

Überrascht sind wir von den umfassenden Trainingsequipment. So berichtet uns Andrea Legnaro-Weitz, die Vorsitzende der Black Barons: „Wir haben auch Blockschlitten, aber die können wir hier nicht einsetzen, denn wir müssten sie mit Bussen transportieren. Auf unserer neuen Anlage werden sie jedoch zum Einsatz kommen.“ Sie erklärt uns, warum es so viel Equipment gibt: Zum einem war sie sehr sparsam und umsichtig bei den Finanzen, zum anderen ist es der Verdienst der Coaches. Sie haben auf Aufwandsvergütungen oder der Gleichen für die Anschaffung von Trainingsmaterial verzichtet. 

Mit Dirk Dreßler, dem DB Coach und Pressewart der Herner sprachen wir über die Seniors. Die Herren sind seit Jahren zahlenmäßig sehr stark. Dirk macht es an der Besonderheit der Herne Black Barons fest, alle Spieler in das Team einzubinden. So gibt es nicht unbedingt einen Depth Chart. Auch in diesem Jahr haben sie das Luxusproblem, 10 neue Spieler ins Team einbinden zu dürfen. Dirk sagt: „Klar wollen wir gewinnen und lassen in wichtigen Situationen die Besten spielen. Wir binden die Rookies insbesondere in die Specials Teams ein.“ Auch heute sind ein paar Neue dabei. Sie werden von dem Team zunächst „getrennt“ und ihnen werden die Basics beigebracht. Später werden sie immer weiter in das normale Training eingebunden. 

Die Herren spielen in der Landesliga (Gruppe Ost). In ihrer Gruppe sind die Iserlohn Titans, Rheine Raptors und Minden Wolves. Vielleicht gibt es wie in Jahre 2018 wieder „Querspiele“, also Spiele, indem die besten der Landesligen den Meister unter sich ausspielen. Die Herner hätten sicherlich nichts gegen ein paar weitere Spiele, die neue Anlage soll sich ja lohnen. ;-) 

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Oliver Jungnitsch für NRW Football /Fands

 

Mit Dirk Pech haben wir über die Dorsten Reapers gesprochen: Wie sie entstanden sind, was sie kurz- und mittelfristig planen, wie sie zum heutigen Head Coach gekommen sind und vieles mehr.

1. Vorsitzender der Dorsten Reapers - Pech Dirk (Foto: Tom Heidepeter)

Für die Dorsten Reapers ist das Einzugsgebiet recht groß, da hier viele Orte angrenzen. Die Abstände sind jedoch riesig. Insgesamt war Dorsten früher eher ländlich geprägt und hier gab es einen der ersten Ikea Läden weit und breit - Zeiten ändern sich! In den 1990 Jahren gab es schon einmal einen American Footballverein:  den 1. AFC Dorsten Braves e. V.. Sie wurden 1992 von dem US-Amerikaner Paul Roy und Markus Spangenberg gegründet. Bei den „Braves“ war Markus zeitweise Head Coach, wie auch ein gewisser Herr Peter Springwald (heute Präsident des AFCVNRW). Highlight war 1996 der Aufstieg gegen die Oberhausen Orcas (59:00) in die Verbandsliga. Der Verein löste sich jedoch vor rund 20 Jahren auf. Die Reapers begannen am 25.09.20217 mit dem ersten Training (Beitrag verlinkt). Zunächst waren sie ein Unterverein des SuS GW Barkenberg e.V., ab dem 01.01.2020 ist es ein eigenständiger Verein. 

Dirk erwischen wir auf dem Rückweg vom Mannschaftsarzt, über den die Dorsten Reapers am Anfang dieser Woche das restliche Team haben impfen lassen. Dirk bringt uns schnell die noch kurze Geschichte der Reapers bei. So verrät er uns, dass der Verein fast schon aufgegeben hätte, da es im ländlichen Bereich verständlicher weise Anlaufschwierigkeiten gab. Hier erinnert er sich gerne an die Hilfe der Black Barons in Person von Kai-Uwe Weitz zurück, der den Dorstenern im Jugendbereich eine Kooperation angeboten hatte. Dirk erinnert sich: „2019 haben wir im Jugendbereich mit den Herner Black Barons eine Spielgemeinschaft gegründet. Zu der Zeit schalteten wir auch das erste Mal andere Werbung als der ansonsten üblichen. Keine Präsentation mit Flyern, sondern wir haben bei uns in Lembeck auf den Tiermarkt gestellt. Dieser Tiermarkt ist sehr gut besucht, denn es kommen meist 5.000 bis 10.000 Leute - und das von überall her. Da haben wir einen Stand unterhalten. Unsere U13 hat zu der Zeit ein Spiel in Gelsenkirchen gehabt und wir haben es Live auf einem großen Fernseher übertragen. Und? Wir hatten eine Menschentraube vor unserem Stand, die das Spiel sehen wollten. Das Jugendtraining war einen Tag später und was soll ich sagen, wir hatten 12 neue Kinder da.“

Hiernach ist Dirk die große Aktion angegangen: einen ehemaligen HC und ein Gründungsmitglied der „Braves“ als Head Coach zu verpflichten. So fragte Dirk, was er denn machen müsste, damit Markus den Posten übernimmt.  Dirk berichtet: „Spangi sagte, er wolle 34 Spielerpässe sehen. Ich sagte dann, alles klar: wir haben einen Deal!“ Es dauerte noch bis 2019 und es war viel Arbeit und Klinkenputzen notwendig. Dirk erzählt weiter: “Im Oktober hatte ich dann alle 34 Stück zusammen und habe alle Pässe auf den Tisch gelegt und fotografiert. Das habe ich ihm wortlos rübergeschickt und beim nächsten Training war er dann da.“ 

In der Folge lief es noch nicht so gut im Herrenteam, denn als die Dorsten Reapers dieses Team für den Ligabetrieb angemeldet hatte und die ersten Testspiele absolvieren wollte, kam Corona. Auf unsere Frage, was denn seit der Verpflichtung des Head Coaches die Ziele geworden seien, antwortet Dirk so: „Unser erstes Ziel haben wir geschafft. Wir wollen im ersten Jahr alle möglichst ohne Knochenbruch durch die Saison bekommen.  Im zweiten Jahr ist ganz klar das Ziel: der Aufstieg.“ Auf längere Sicht will man sich im Herrenbereich in der Ober- oder Regionalliga etablieren. Dirk ist klar, dass das von vielen Dingen abhängig ist, aber man muss ja Ziele haben. Wichtiger als Aufstiege ist es, dass das Team als solches gesehen und wahrgenommen wird. Wer hier spielt, soll es auch möglichst ein ganzes Spielerleben machen. Dafür setzt sich Dirk besonders ein. So gibt es einen Spieler, der zwar noch kein Spiel für die Reapers gemacht, es gab ja noch keins, aber er hat sich das Logo tätowiert.

Wie gut die Dorsten Reapers sich auf die erste Spielzeit vorbereitet haben, werden wir uns am 24.07.2021 anschauen. Hier ist ein Testspiel gegen die Brilon Lumberjacks angesetzt. Die Gamedays nach Corona plant man dort wie ein Volksfest und möglichst nach amerikanischem Vorbild. Es werden Attraktionen für die Kleinen organisiert und ein professionelles Catering angeboten, bei dem speziell für die Dorsten Reapers Burger kreiert wurden. Selbstverständlich sind die Produkte hierfür aus der unmittelbaren Umgebung.

Im Vorgespräch fiel von Dirk die Formulierung: „Wir sind ein GFL Club in der 7. Liga“. Es war zwar mit einem Lächeln gemeint, aber er erklärt es so: „Alle Trainer, die in der jüngsten Zeit zu uns gekommen sind und sich unser Equipment angeschaut haben, waren begeistert. Wir haben auf den Tackle DONUTs und Step Over überall unser Logo drauf, als Wiedererkennungswert.“ Weiter geht es mit einer eigenen Anlage, die im Gespräch ist, einem Mannschaftsbus mit Logo, aber auch so Dinge wie das professionelle Logo des Vereins. 

Die Dorsten Reapers sind immer auf der Suche nach neuen Spielern, dabei ist es egal, ob es fertige Spieler oder Anfänger sind, hier ist jeder gerne gesehen. Hier wird den Spielern eine gute Ausbildung angeboten, mit der sie sich weiterentwickeln können. Wer sich also für die Reapers interessiert und sich einen eigenen Eindruck verschaffen will, kann es über die Internetseite (Link) machen. Sie bieten für die Jugend ein U13 und U16 Mannschaft und ein Herrenteam an. Es gab auch schon viele Damen, die den Sport bei ihnen ausüben wollten, jedoch muss dies noch verschoben werden (Trainingszeiten – Link). 

Oliver Jungnitsch von NRW Football sprach mit Dirk Pech von den Dorsten Reapers

 

 

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