Heute begann bei den Gelsenkirchen Devils die Vorbereitung auf eine mögliche Saison 2021. Aufgrund der aktuellen Lage wurde das offene Teammeeting online abgehalten, an dem viele Spieler und Interessierte teilnahmen. Head Coach Heiko Czarnotta eröffnete die virtuelle Sitzung und stellte sein Team, Planungen und Ziele für 2021 vor.

Heiko Czarnotta HC der Gelsenkirchen Devils - Foto: Oliver JungnitschHeiko Czarnotta HC der Gelsenkirchen Devils - Foto: Oliver Jungnitsch

Kurz nach 19:00 Uhr richtete man offiziell den Blick auf die neue Spielzeit der Devils. Zwar gibt es aufgrund der Corona-Pandemie noch viele Fragezeichen und Unwägbarkeiten, aber die Gelsenkirchener wollen vorbereitet sein. Head Coach (HC) Heiko Czarnotta gab in einer guten Stunde viele Informationen zum Coaching-Staff und zur Planung einer möglichen Saison 2021. Nach einem Jahr ohne Ligabetrieb ist diese nicht einfacher geworden. 

Heiko wird neben dem HC auch den Posten des Offense Coordinators übernehmen und zusätzlich noch die Wide Receiver trainieren. Dabei wird er von Quarterback Johannes Werner unterstützt. Den Posten des Defense Coordinators wird für die Devils ein neues Gesicht übernehmen: Holger Meyring. Meyring war zuletzt bei den Dortmund Giants tätig, wo er auch mit dem Coaching im Jahre 2008 begann. Als Spieler war er bei den Giants und Assindia Cardinals in der GFL bzw. GFL2 aktiv. Bei den Devils wird er auch die Linebacker-Unit übernehmen. Die O-Line wird weiterhin von Michael Antoschowitz gecoacht, dabei wird Thilo Werner ihm als Assistent O-Line Coach unterstützen. Auf der Position des D-Line Coach wird es ein Wiedersehn mit einem alten Bekannten der Devils geben. Bastian Grundmann (genannt „Tower“) kehrt nach Ausflügen zu den Dorsten Reapers und Dortmund Giants wieder nach Gelsenkirchen zurück, wo er von 2011 bis 2016 schon einmal tätig war. Er wird von Marco Mitschek unterstützt. Marc Overwien wird, wie auch in diesem Jahr, die Defense Backs trainieren. Neu ist die Position eines Newbie-Coaches. Hier will man auf den Zulauf von Neulingen reagieren und noch besser in das Team einbinden.

In Gelsenkirchen schaut man hoffungsvoll in die Zukunft. Dabei streben die Devils im nächsten Jahr einen ausgeglichen Record an. In ein paar Jahren wollen sie zu einem der Topteams der Regionalliga aufsteigen. Da man sich immer steigern sollte, will man ohne Importspielern an dem Aufstieg arbeiten. Als Zeitfenster wird frühestens 2025 angesehen.

Das Training beginnt bereits ab dem kommenden Donnerstag, natürlich nur virtuell. HC Czarnotta setzt jetzt auf einen Wechsel von Workout und Theorie. Wann und wie es wieder nach draußen geht kann keiner zuverlässig sagen, der Coaching Staff wird ständig die aktuelle Situation im Auge haben und reagieren. 

Zum Ende stellt Heiko Czarnotta klar, was er von seinen Spielern erwartet, damit es mit den Gelsenkirchen Devils weiter aufwärts geht: Einsatz. Jeder ist jetzt gefordert sich fit zu halten, denn nur so wird er dem hohen Anspruch der Regionalliga entsprechen. Ein Niveau, was nur ein Verein aus der näheren Umgebung überbietet, aber viele nicht annähernd erreichen.  

Oliver für FandS

An zwei Tagen bietet das Herrenteam der Gelsenkirchen Devils ein offenes Training an. Es richtet sich an alle Interessierten, aber besonders an Spieler, die das Potential für die Regionalliga aufbringen oder erreichen wollen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für den Einstieg von Neulingen des Sports, da jetzt die Vorbereitung auf die Saison 2021 beginnt.

 Devils suchen für ihr Herrenteam Verstärkungen (Foto: Oliver Jungnitsch)Devils suchen für ihr Herrenteam Verstärkungen (Foto: Oliver Jungnitsch)

Das Jahr 2020 wird im deutschen American Football wohl als „Sabbatjahr“ in die Geschichtsbücher eingehen, denn über Freundschaftsspiele ging es kaum hinaus. Das war für die Devils auch nicht anders, so absolvierten sie nur ein Scrimmage vor dem Corona-Shutdown. Nach dem Umbruch (Spielerabgänge und Auszeit des HC’s) in 2020 bei den Gelsenkirchen Devils schaut man jetzt in die Zukunft, um sich in der Regionalliga zu etablieren. Für die Devils Seniors war dieses Jahr wie ein langes Trainingslager, bei dem es einen fast kompletten Wechsel im Coachingstaff gab und viele Neulinge in das Team eingebunden wurden. Der Neuordnung geht hier weiter, denn zum Ende wurden die Nachwuchsspieler aus der eigenen U19 eingebunden.

Sven Kicza, der Präsident der Gelsenkirchen Devils, erklärte uns, dass die beiden Montage zum gemeinsamen Kennenlernen dienen sollen, die von einer zweiten Einheit am Donnerstag begleitet werden. „Aufgrund der Coronaauflagen muss sich jeder darauf einstellen, dass er seine Daten -auch unter aller DSGVO Bestimmung- in eine Liste einzutragen hat und damit eine eventuelle Rückverfolgung möglich ist.“, weist Sven auf die Besonderheiten des offenen Trainings hin. Dabei ist die aktuelle Coronalage immer zu berücksichtigen.

Bei den Gelsenkirchenern wird der aktuelle Coachingstaff bestehen bleiben und der Präsident der Devils ergänzt: „In der kurzen Trainingspause konnten wir noch einige Coaches von der Devils Philosophie überzeugen und gewinnen. Weitere Informationen und Namen werden wir in unserem KickOffMeeting bekannt geben. Wir stellen mit dem gesamten Coachingstaff über 100Jahre Footballerfahrung bereit. Nach dem kommenden KickOffMeeting geht es direkt in die Vorbereitung für die Saison 2021.“

Für die Spieler bieten die Devils Planungssicherheit, denn Sven erläutert: „Sportlich bieten wir Spielern in der Regionalliga (3. höchsten Spielklasse) eine Plattform sich weiter zu entwickeln und an sich zu arbeiten. Und das ohne Angst, dass dann im Frühjahr ein Importspieler seinen Spot übernehmen wird. Bei uns ist jeder willkommen, der Spaß am Teamsport hat: vom Anfänger bis zum erfahrenen Spieler!“

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen haben wir hier verlinkt:

Oliver für FandS

In den vergangenen Jahren waren wir im Sommer auf den verschiedenen Plätzen in NRW unterwegs. Doch in 2020 ist alles anders: aufgrund der Coronaschutzverordnung gibt es viele Einschränkungen.

Training Devils in 2020  - alles anders in 2020 (Foto: Oliver Jungnitsch)Das Training der Devils in 2020 - alles ist dieses Jahr anders (Foto: Oliver Jungnitsch)

Per 16.08.2020 veröffentlichte der American Football und Cheerleading Verband Nordrhein-Westfalen e.V. die Absage der Ersatzspielsaison für 2020. So bleibt für die Vereine nur die Hoffnung auf ein paar Testspiele. Hintergrund der Absage war die noch bis Ende August geltende Obergrenze für insgesamt 30 Spieler. Dies ist für einen American Football Verein schon eine besondere Herausforderung, denn ein Kader umfasst hier häufig einen Kader von 50 und mehr Spielern. 

So bleibt uns nur der Blick auf das eine oder andere Training und die Hoffnung auf das Jahresende. Wichtig ist jedoch die Gesundheit eines jeden einzeln. Zur Abwechslung für Euch und uns gibt es hier ein paar Eindrücke vom zwei Trainingseinheiten der Gelsenkirchen Devils.

Wer weitere Informationen zu den Devils sucht, hier ist ein Link zur Homepage und der Facebookseite.

Unsere Eindrücke vom Sommertraining der Gelsenkirchen Devils: 

Oliver für NRW Football

Ursprünglich war für die Gelsenkirchen Devils der Regionalligaabschluß 2020 für den 30.08.2020 mit einem Spiel bei den Paderborn Dolphins geplant. Bisher konnten jedoch keine Spiele in NRW stattfinden und so war es am Samstag der erste Auftritt der Devils im Fürstenbergstadion mit ihrem kurzfristig angesetzten Minicamp. Das letzte Heimspiel der Gelsenkirchener fand vor fast genau einem Jahr statt. In einer dramatischen und spannenden Partie gewannen die Gelsenkirchen Devils mit 23:20 gegen die Bielefeld Bulldogs beim „Pink Ribbon Gameday“.

Mini Camp der Gelsenkirchen Devils auf ihrem Homefield (Foto: Oliver Jungnitsch)Mini Camp der Gelsenkirchen Devils auf ihrem Homefield (Foto: Oliver Jungnitsch)

Auch wenn man es nicht mehr hören und lesen kann oder möchte, aber Corona hat unser Leben in 2020 bestimmt. Bisher war in NRW kein richtiger Spielbetrieb im American Football möglich, denn immer noch ist die Anzahl der Spieler auf 30 limitiert und das für beide Teams.

Mit dem Mini Camp der Gelsenkirchen Devils war es für sie und uns der erste Aufschlag nach der Coronapause auf einer offiziellen Spielstätte. Die Devils trainieren und spielen in zwei unterschiedlichen
Stadien. Das Training der Seniors findet immer am Montag und Donnerstag um 20:00 Uhr in der Glückauf-Kampfbahn (Kunstrasen) statt. Die Spiele werden im Fürstenbergstadion auf Naturrasen ausgetragen.

Bei den Gelsenkirchenern ist das Regionalligateam im Umbruch und es wird jede Möglichkeit zur Verbesserung der bestehenden Spieler gesucht. In zwei Wochen gibt es im Fürstenbergstadion ein „7on7

Turnier“ an dem auch die Devils teilnehmen. Somit eine gute Gelegenheit für den Coaching Staff ein Minicamp anzusetzen.

Bei dem „7on7 Turnier“ treten jeweils sechs Herren- und U19-Teams an. Aufgrund der Coronaauflagen sind pro Team maximal 15 Spieler erlaubt. Das „7on7 Turnier“ ist auf folgende Positionen ausgelegt: Quarterback, Wide Receiver, Linebacker und Defense Backs. Hier gibt es keine Punts- oder Fieldgoals.

Zurück zum Minicamp: alles in allem es war ein fast normales Camp. Warm-up, Positionstraining und Scrimmage, aber nur nicht mit allen Spielern. Das Highlight jedes Camp ist das abschließende Scrimmage, so auch gestern. Um dem Campabschluss einen angemessenen Rahmen und Wettkampfcharakter zu verleihen, wurde es in den Game Jerseys abgehalten.

Devils Head Coach Heiko Czarnotta gewann von seinem Team folgende Eindrücke: „Bei bestem Footballwetter konnten die Seniors der Gelsenkirchen Devils mit der gemäß der Corona-Auflagen maximalen Spielerzahl von 30 eine lange und intensive Trainingseinheit absolvieren. Dabei konnten Abstimmung und Timing auf beiden Seiten des Balles verbessert werden. Es wurde hart an wichtigen Details gearbeitet. Das Camp ergab wichtige Erkenntnisse für die Coaches zum Leistungsstand des Teams. Das Camp war daher insgesamt für alle Beteiligten sehr hilfreich. Folgeveranstaltungen werden bereits geplant.“

Das Mini Camp der Gelsenkirchen Devils diente besonders zur Feinabstimmung - Im Hintergrund: Heiko Czarnotta (Mitte) und Michael Antoschwitz (rechts). Foto: Oliver JungnitschDas Mini Camp der Gelsenkirchen Devils diente besonders zur Feinabstimmung - Im Hintergrund: Heiko Czarnotta (Mitte) und Michael Antoschwitz (rechts). Foto: Oliver Jungnitsch

Bei den Gelsenkirchen Devils ist man immer noch auf der Suche nach Spielern und Coaches. Interessierte Spieler nehmen bitte vor einer Trainingsaufnahme Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! auf. Auch ist der Coaching Staff nicht vollständig: Interessierte wenden sich bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Bildergalerie zum Minicamp der Gelsenkirchen Devils (46 Foto):

 

Oliver für FandS

Am Pfingstmontag waren wir zu Gast bei den Gelsenkirchen Devils. Es stand das zweite Training nach der Corona-Unterbrechung auf dem Programm. Elf Wochen gab es kein Training und am Pfingstsamstag hätte der 6. Spiel in der Regionalliga stattgefunden. Durch Corona wurde alles wieder auf Anfang gesetzt. Bereits gestern haben wir ein Interview mit dem Devils Quarterback JoJo Werner veröffentlicht (Link zum Interview). Heute bringen wir euch den zweiten und letzen Teil unserer kleinen Fragestunde vom 2. Training der Devils nach der unfreiwilligen Pause. Jetzt stellte sich unseren Fragen der erste Vorsitzende der Gelsenkirchen Devils, Sven Kicza.

Sven Kicza war am Pfingstmontag ein gefragter Interviewpartner (Foto: Oliver Jungnitsch)Sven Kicza war am Pfingstmontag ein gefragter Interviewpartner (Foto: Oliver Jungnitsch)

Oliver von Fands: Sven, meines Wissens hast Du nie selber gespielt. Wie bist Du zu den Devils gekommen?
Sven Kicza: Ja, das stimmt, ich habe nie Football gespielt. Durch meinen Sohn Julian, der in der Schule eine Flag Football AG hatte, bin in mit American Football in Kontakt gekommen. Lustigerweise  haben die Gelsenkirchen Devils an Julian’s Schule in Essen Stoppenberg eine AG angeboten. Da ein Sohn von Harald Wasser,  ein ehemaliges Vorstandsmitglied der Devils, auch auf der Schule war, war dies möglich. Harald hat die gesamte AG organisiert und Julian ist in das Jugendtraining der Devils eingestiegen. Das ist lange her, da trainierten wir noch am Schürenkamp. Julian hat verschiedene Sportaren ausprobiert, aber nur der Football vermochte es, dass er sofort nach der Schule seine Hausaufgaben erledigte und  frühzeitig beim Training erscheinen wollte. Das hat mich neugierig gemacht und ich wollte mir das mal genauer ansehen. Also war ich häufiger beim Training.  
Fands: Wann war das und was hast Du hier schon so alles gemacht?
Sven: Das war in 2011 als wir dazugestoßen sind. Die Ausrüstung war damals schon teuer, also habe ich Wege gesucht, wie man günstig an Equipment kommt. Zufällig habe ich dann Kontakt zum Crazy Football Shop bekommen und wir haben in 2012 eine Vereinbarung getroffen. Mit dieser konnten unsere Jugendspieler für 200 EUR eine komplette Ausrüstung erhalten. Zwar war der Helm nicht von Schutt oder Riddell, sondern von Xenith. Heute sind die Preise, besonders für Helme durch die Decke gegangen, da werden häufiger schon Preise von 500 bis 600 EUR aufgerufen. Da ich damals um die Ausrüstung gekümmert habe, hat mich Kevin Pomykay zum Equipment Manager gemacht. Das war auch wichtig, denn früher man man die Helme noch mit der Ballpumpe aufgeblasen, dabei brauchst du drei verschiedene Nadeln. Um diese Dinge habe ich ich gekümmert. Wenig später wurde ich zum Geschäftsführer ernannt, da ich überall und nirgends war. Ab 2015 bin ich dann in den Vorstand gewählt worden. Leider gab es auch in dieser Zeit einige unpopuläre Entscheidung, die ich treffen mußte, da das Wohle des gesamten Vereins wichtiger ist, als der  Blick auf einzelne Bereiche. 
Fands: So ohne Wettkampfbetrieb und Training war es eher langweilig als Vorstand oder ging es hinter den Kulissen hektisch zu?
Sven: Es war gemischt, denn eigentlich war alles für die Saison fertig und geplant. Es wurden immer DoubleHeader angesetzt, dadurch hätten wir eine komplette Tagesauslastung der Spielstätten hinbekommen. Auch haben wir alle Heimspiele auf einen Samstag terminieren können, damit wäre für die Seniors ein freier Tag vor dem nächsten Training gewährleistet gewesen. Aber dann hat Corona zugeschlagen! Da fällst du erst einmal in ein kleines Loch. Es war eine Zeit mit viel Unsicherheit. Zu der Zeit war viel Kommunikation erforderlich, besonders mit den Spielern und Coaches. Ab dem Zeitpunkt der Lockerungen sind wir mit den Ansprechpartnern intensiver in den Dialog gegangen und haben ein Trainingskonzept erarbeitet. Dabei spielen unsere Seniors in dieser besonderen Situation die „Versuchskarnickel“.  Die anderen Teams sollen jedoch kurzfristig folgen. Da die Anforderungen für die Jugendteams besonders hoch sind, ist hier die Herausforderung noch einmal höher. 
Fands:Ihr habt von Euch aus den Mitgliedern für den April keinen Beitrag berechnet. Gab es Unruhe von den Mitgliedern oder eher eine besondere Solidarität? 
Sven: Tatsächlich haben wir große Solidarität erlebt! Nachdem wir das mit dem verminderten Beitrag bekannt gegeben haben, sind 90 % auf uns zugekommen und wollten den kompletten Beitrag zahlen. 
Fands: In der letzten Woche wurde ein Beitrag vom DOSB kontrovers aufgenommen. In der Pressemitteilung wurde ein Schaden durch Corona von über einer Milliarde für die deutschen Vereine angeben. Wie sieht es bei Euch aus?
Sven: Uns hat Corona nichts gekostet, ganz im Gegenteil. Zum ersten Training nach der Pause haben wir drei neue Spieler begrüßen dürfen. Alle Drei haben sich sofort bei uns angemeldet.  Corona hat finanziell keine Löcher bei uns hinterlassen. Unsere Coaches haben wir auch in dieser Zeit komplett entlohnt. Unser Vorteil ist, wir haben keine großen Fixkosten wie ein Vereinsheim, Importspieler oder der gleichen. Wir leben hauptsächlich von unseren Mitgliedsbeiträgen, auch haben wir in der Zeit keine Kündigung erhalten. 
Fands: Seit kurzem gibt es wieder ein Footballtraining. Keiner kann sagen wie es in 2020 weitergeht. Diese Möglichkeiten sind im Gespräch: keine Saison mit maximal Freundschaftsspielen oder eine verkürzte Spielzeit. Zur Lagebeurteilung hat der Landesverband eine Onlineumfrage gestartet. Lass uns mal einen Blick in die Glaskugel werfen: was ist für Dich das wahrscheinlichste Szenario für die Regionalliga und was wäre für 2020 dein Wunsch für den weiteren Saisonverlauf?
Sven: Die Umfrage ist schon 14 Tage zuvor and die Vorstände und Head Coaches gegangen. Der Verband möchte wohl jetzt eine Bestätigung der eingegangen Rückmeldungen erhalten. Mein Wunsch wäre ein kompletter Abbruch, bzw. die Aussetzung der Ligen in 2020. Freundschaftsspiele und Scrimmages sollten möglich sein, da wird jedoch die Politik ein Wörtchen mitreden.  Im Fußball gibt es auch noch keine Entscheidungen, wie es mit den Ligen und Hygieneauflagen weitergeht. Freundschaftsspiele müssen wir jedoch machen, denn wir haben einen Kader mit vielen „Frischlingen“. Die brauchen Spielpraxis. Nach den Sommerferien gibt es hoffentlich weiteren Handlungsempfehlungen, damit wir in die Planung gehen können. Auch unsere Fans vermissen uns und unsere Burger. Auch von den Fans gibt es eine große Solidarität. So haben wir eine Spende von 500 EUR von einem Devilfan erhalten. 
Fands:Diese Situation hat sicherlich Dich und Deine Vorstandskollegen bestätigt ohne Imports den Spielbetrieb zu bestreiten. Glaubst Du an einen Sinneswandel in den anderen Vereinen?
Sven: Nein! Es wird keinen Sinneswandel geben. Wenn man die Vereinbarung der GFL1+2 ließt, dann können Importspieler einfacher integriert werden. Wir haben gute Spieler in Deutschland, die einen guten und ansehnlichen Football spielen können. Dafür braucht man keinen Amerikaner, der auf der Position des Quarterbacks, Linebacker oder Runningback den Alleinunterhalter spielt. Ich bin kein Freund davon.
Fands: Lass uns mal einen weiteren Blick in die Glaskugel werfen. Was ist Deine Meinung zur NFL: wie wird es in diesem Jahr dort aussehen?
Sven: Ich gehe davon aus, dass es - wie in unserer Bundesliga - eine Saison geben wird. Aufgrund des Geldes wird das dort durchgezogen. 
Fands: … mit Zuschauern?
Sven: Auch davon gehe ich aus, die werden es des Geldes wegen komplett durchziehen. 
Fands Zum Abschluss muss du als Baltimore Ravens-Fan noch verraten, was erwartest Du  dann von dem Team?
Sven: Ich rechne, wie im Vorjahr, mit den Playoffs. Durch Lamar Jackson haben sie einen jungen Bursche, der sehr gehyped wurde, ihn sollte man jedoch „erden“.  Er hat sich enorm weiterentwickelt, aber mit 23 Jahren ist er noch sehr jung. Man darf aber nicht vergessen, die Ravens haben zwei gute O-Liner verloren und die Lücken mit Rookies geschlossen. Wie das klappt, muss man abwarten. Schauen wir mal! 

Die Fragen für FandS stellte Oliver Jungnitsch. Weitere Informationen zu den Gelsenkirchen Devils haben wir hier verlinkt. 

Bildergalierie zum Training:

Oliver Jungnitsch für Fands

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