Heute haben wir wieder etwas gelernt, denn auch mit einer „drei“ vorne kann man noch mit dem American Football starten. Daniel Aufdemkamp kommt vom Fußball, war aber schon immer vom American Football begeistert. Über ranNFL und Patrick Esume hat er immer mehr über den Sport gelernt und per Mail Kontakt zum Verein der Heimatstadt, den Bochum Rebels, aufgenommen. Hier absolvierte er sein erstes Footballtraining. 

Daniel Aufdemkamp auf dem Weg zum Training der Assidina Cardinals (Foto privat)Daniel Aufdemkamp auf dem Weg zum Training der Assidina Cardinals (Foto privat)

Daniel haben wir auf dem Weg zum Training der Assindia Cardinals abgefangen, denn die Essener haben die Stadt mit einem Hygienekonzept überzeugen können. Sie sind seit dem letzten Mittwoch wieder im Trainingsbetrieb. Damit verbunden ist eine umfassende Testpflicht vor dem Training für die Beteiligten. 

Daniel hat vor drei Jahren im Alter von 32 Jahren bei den Bochum Rebels mit dem Football begonnen. Hier wurde er als Rookie gut aufgenommen und hat seine ersten Einheiten absolviert. „Ein Jahr später bin ich nach Dortmund gegangen, zu den Giants, die in der Oberliga spielten. Dort hat es mir sehr gut gefallen.“, berichtet Daniel weiter. Besonders gut hat er Coach Tobias Gerland, das Urgestein der Giants, in Erinnerung. „Das letzte Spiel bei den Giants habe ich gegen die Wuppertal Greyhounds gemacht“, erinnert sich Daniel. 

Vor der durch Corona bedingten Pause wollte Daniel noch einmal richtig angreifen und hat wiederum per Mail Kontakt mit dem OC der Cardinals Florian Hartmann alias TicTac aufgenommen. Bei den Cardinals ist er von der Professionalität beeindruckt und wurde vom Team herzlich aufgenommen. Daniel Aufdemkamp spielt, wie sein großes Vorbild, Josh Jacobs von den Las Vegas Raiders, Runningback. Gerade auf dieser Postion ist in Essen die Konkurrenz groß, aber dieser Herausforderung will er sich stellen. Dazu gehört auch das neue und sehr umfassende Playbook der MiB, wie er berichtet. Mit dem Runningback Coach Stefan Schwalfenberg der Essener arbeitet er an der Feinabstimmung.

In dem gesamten Gespräch spürt man Daniel‘s Enthusiasmus, wenn er vom American Football spricht. Da er sich noch fit hält und fühlt, will er noch einige Zeit auf der Position spielen. Auch ermutigt er andere, ihm nachzueifern und American Football erst als Herrenspieler zu erlernen, sein Tipp: „Interessierte sollen es einfach einmal ausprobieren“.

Interview vom 16.04.2021 von Oliver Jungnitsch für NRW Football/ FandS.pics

Seit Jahren haben wir von NRW Football eine besondere Verbindung zu den Brilon Lumberjacks. Somit war es klar, dass wir uns mit ihnen über die aktuelle Situation des American Footballs austauschen. Chris Nehls ist bei den „Jacks“ Head Coach und im Vorstand und hat uns auch diesmal geduldig alle unserer Fragen beantwortet. Herausgekommen ist ein Interview mit vielen Überlegungen darüber, wie das Rest des Footballjahres aussehen kann. Im Februar dieses Jahres konnten die Lumberjacks bereits ihren fünften Geburtstag feiern, aber, wie auch viele andere Geburtstagskinder, leider nur im Stillen. 

Chris Nehls nach dem letzten Spiel in 2019 der Brilon Lumberjacks (Foto: Oliver Jungnitsch)Chris Nehls nach dem letzten Spiel in 2019 der Brilon Lumberjacks (Foto: Oliver Jungnitsch)

Oliver von NRWFootball: Chris, vielen Dank für das kurzfristige Interview. Lass uns die Lage nach dem Motto: „Was bisher geschah“ aufdröseln. Anfang 2020 waren viele noch optimistisch, wie ist es bei euch abgelaufen?
Chris Nehls: Es ging im Mai, so glaube ich, bei uns mit dem Training wieder los. Um uns auf die mögliche Ersatzsaison vorzubereiten ging es in die Vorbereitung. Die Pläne wurden jedoch immer wieder neu aufgelegt und an die jeweilige Situation angepasst. Leider ist es bei dem Training geblieben. Zunächst war es recht locker, aber die Regeln wurden immer weiter verschärft. Wir als Brilon Lumberjacks haben bis Ende Oktober trainieren können. Für November planten wir noch ein Freundschaftsspiel, aber dann kam bekanntlich der zweite Lockdown. Das ist schon eine lange Zeit, die seitdem vergangen ist.
 
Oliver: Das stimmt! Wie wird es von den Vereinsmitgliedern aufgenommen?
Chris: Das ist sicherlich wie bei allen Vereinen. Es ist für alle keine schöne und befriedende Situation, aber unsere Mitglieder bleiben uns treu. Es gab keine Austritte. Insgesamt wäre eine Perspektive schön. Ich halte nichts von der Möglichkeit mit einer weiteren Person zu trainieren. Es ist auch organisatorisch kaum für einen American Footballverein möglich, denn welcher Verein hat schon 50 Trainer. Manche unserer Spieler treffen sich mit einem anderen, um dann etwas Sport zumachen. Es beschränkt sich jedoch auf Laufeinheiten oder sie werfen sich ein paar Bälle zu. Das ersetzt aber kein Footballtraining.
 
Oliver: Und wie sieht es im Coaching Staff aus?
Chris: Wir haben keinen der Trainer verloren, das ist schon einmal gut. Die Personen sind so geblieben, wir haben jedoch die Aufgaben anders aufgeteilt. Klar gibt es auch mal Veränderungen im privaten, wo man sich herausnehmen muss. So erwartet Christian Stuhldreier, unser O-line Coach, Nachwuchs, da sind die Prioritäten verständlicherweise anders. Wenn es dann hoffentlich bald mal wieder los geht, muss man sehen, wie es dann funktioniert. Wir haben im Herrenbereich einen Kader von 52 Mann, bei den Flags von rund 20 Personen. Hinzu kommen noch unsere Cheerleaderinnen. Diese Pause haben wir im Hintergrund zur Organisation genutzt und uns um Dinge gekümmert, zu denen man im normalen Betrieb nicht kommt. Du musst auch aus doofen Situationen das Beste machen.
 
Oliver: Gute Einstellung! Apropos Flag: da werde ich noch einmal auf dich zukommen, denn das verdient einen eigenen Beitrag. Lass uns weiter machen: Konntet ihr auch eure Sponsoren halten?
Chris: So wie unsere Vereinsmitglieder halten uns auch unsere Sponsoren die Treue. Da sind wir sehr dankbar. Aber auch hier hatten wir notgedrungen Zeit, um neue Ideen zu entwickeln und bestehende Bindungen zu festigen. Die Lumberjacks haben sogar einen neuen Sponsor bekommen. Ein junges Briloner Unternehmen ist auf uns zugekommen und es unterstützt uns im Medienbereich. So wird von denen unsere Internetseite neugestaltet und mit uns wurde eine Fotoaktion ins Leben gerufen.
 
Oliver: Das freut mich. So, dann lass uns einen Blick in die Glaskugel werfen. Wann geht es wieder auf den Platz und wie kann eine Saison aussehen? 
Chris: Ich würde mir eine vom Verband geführte Saison wünschen. In der jetzigen Situation glaube ich jedoch kaum noch daran. Ich kann mir vorstellen, dass im Herbst eine „Ein-Spiel-Saison“ stattfindet, also dass es nur Hin- oder Rückspiele gibt. Wenn es aber noch ein paar Wochen so weitergeht, dann glaube ich daran auch nicht mehr. Alle Teams brauchen für einen Spielbetrieb eine ausreichende Vorbereitungszeit. Bei der langen Pause kann es auch sein, dass der eine oder andere nichts gemacht hat. Du brauchst Zeit, bis das Team wieder eingespielt ist und die Abläufe drin hat. Da musst du schon sechs bis acht Wochen Vorbereitungszeit haben, bis du wieder ein Spiel wagen kannst. Die Zeit ist für Verletzungsprävention erforderlich.
 
Oliver: ... und was wäre dann der Plan B?
Chris: Plan B wäre: wir planen eine eigene Freundschaftsspielsaison. Da haben wir schon ein paar Teams im Auge, mit denen wir das machen wollen. Als Termin sehen wir den späten Sommer oder den Herbst. Das wäre vielleicht noch etwas, was funktionieren könnte. 
 
Oliver: Gibt es auch einen Plan C?
Chris: Wenn du so willst, dass wir wenigstens trainieren dürfen. Und als Besonderheit eine gemeinsame Trainingseinheiten mit anderen Teams zu machen. Damit du wenigsten eine Form von Competition außerhalb des eigenen Teams hast. Das Wichtigste ist, das du mit dem Team endlich wieder auf den Platz kommst, auch wenn es keinen Spielbetrieb gibt. Es ist die Aussage, der Wunsch eines jeden Spielers und Trainers:  Sie wollen einfach wieder auf den Footballplatz!
 
Oliver:  Dann bleibt noch die Frage, ob es Publikum beim Gameday geben wird.
Chris: Auch das kannst du aktuell nicht planen. Mit den möglichen Hygieneauflagen kann es möglich sein, denn ohne unsere Fans wäre es eine riesige Enttäuschung. Wenn keiner ins Stadion dürfte, muss man sich vielleicht an einen Stream heranwagen. Wenn keiner hineindarf, ist es bitter, aber du kannst das dann einfach nicht ändern.
 
Oliver: Gibt es schon etwas Neues in Bezug auf eure Trainings-/Spielstätte?
Chris: Ja, die ganze Anlage wird umbaut. Die Brilon Lumberjacks können dann auf einem Kunstrasen mit Footballlinierung ihren Gameday ausrichten. Die ersten Arbeiten haben meines Wissens schon angefangen. Wenn der Platz im nächsten Jahr fertig ist, ist eine Eröffnungsfeier geplant. 
 
Oliver: Gute Voraussetzung für die Zukunft. Dann lass uns mal überlegen, wie die Lumberjacks ihr 10jähriges feiern. Wo siehst du das Team in fünf Jahren?
Chris: Ich denke der Verein ist weitergewachsen und insgesamt gut aufstellt. Vielleicht spielen die Herren zwei bis drei Ligen höher. Sagen wir mal es lieber so, in fünf Jahren sehe ich uns im oberen Drittel der Oberliga.
 
Oliver: Was mich noch interessieren würde, wie gut ist die Unterstützung vom AFCVNRW in dieser schwierigen Zeit? Oder gibt es Dinge, die du dir wünschen würdest?
Chris: Ich kenne den Herrn Kegelmann, den Herrn Springwald und andere, die in dem Verband arbeiten. Sie haben dort vieles gut und richtig gemacht. Die Informationspolitik ist gut, gerade im Vergleich zu anderen Landesverbänden. Man darf nicht vergessen, der Verband macht nicht die Coronaregeln, sondern sie müssen die Vorgaben der Politik umsetzen. Die Informationen gab es immer rechtzeitig und in einer gut verständlichen Art und Weise.
 
Oliver: Die Themen: „Restart“, Huber und undurchsichtige Finanzen beim AFVD möchte ich lieber umschiffen. Lass uns lieber darüber reden, wie Esume den deutschen Football rettet und warum die Brilon Lumberjacks nicht in er ELF sind. Spaß beiseite, aber deine Meinung hierzu würde mich schon interessieren. 
Chris: Sagen wir es so: die Bühne wäre natürlich genial! Die Medienpräsenz, die Bekanntschaften und Verbindungen wären genial, darüber brauchen wir uns nicht unterhalten. Wir sind ein ehrenamtlicher geführter eingetragener Verein, der gerne auch in die Jugendarbeit Zeit und Geld investiert. Die Teams der ELF sind GmbH’s und somit Wirtschaftsunternehmen. Als die ersten Meldungen herauskamen, da dachte ich: geil, die NFL Europe kommt zurück. Aber dann gab es immer weitere Nachrichten. 
 
Oliver: Für mich ist es der falsche Zeitpunkt, denn du hast Streitigkeiten zwischen einzelnen Landesverbänden und dem Hauptverband, eine unsichere Lage aufgrund von Corona. Da braucht man nicht noch mehr Unruhe. 
Chris: Das sehe ich auch so. Ohne Corona und vielleicht mit einem „neuen“ Bundesverband könnte es funktionieren. Ich weiß nicht, ob das alles zusammen funktioniert. Du hast zwar viele Teams in Deutschland, aber nicht unendlich viele. Die guten Spieler, die Biss haben und gut sind wollen in der GFL spielen. Aber es ist auch interessant in der ELF international zu spielen oder vielleicht auch mit ehemaligen NFL-Profis. Wenn ich jung wäre, dann könnte ich nicht sagen, dass ich da nicht unterschreiben würde. Zu jetzigem Zeitpunkt denke ich, es ist nicht gut für den deutschen Football. Wir bei den Lumberjacks setzen auf Nachhaltigkeit. Ein Footballteam ohne eine Jugendabteilung ist für mich nicht nachhaltig. 
 
Oliver: Von verschiedenen Seiten kommt der Vorwurf, den ich gut verstehen kann: Das ist eine Kannibalisierung der GFL.
Chris: Richtig! Das siehst du in Köln, Lübeck, Elmshorn, Ingolstadt, Frankfurt, Berlin und in Hamburg. Da geht das Hauen und Stechen los und das „Söldnerwesen“ wird noch befeuert. Damit wird dauerhaft auch der Football in Deutschland nicht besser. Die Basis ist die Jugend und besonders die Jugendauswahlmannschaft mit den Jugendländerturnieren. Das ist eine super Sache! Da wird ein Netzwerk für die Entwicklung des Sportes gebildet. Meiner Meinung ist die ELF zu viel früh, das könnte in vielleicht zehn Jahren funktionieren. Dazu müsste es vom Verband eine professionelle Förderung des Footballs geben. Aktuell ist es eher ein weiteres Störfeuer im Football und wir haben weiterhin die Corona-Problematik. 
 
Oliver: Lass uns lieber über Dinge sprechen, die uns näher sind und wir beeinflussen können. Wenn ich jetzt nach dem langen Reden über Football Bock bekommen habe und ich bei euch ins Training einzusteigen will, was kannst du mir sagen?
Chris: Selbst in der Coronazeit sind viele Interessente auf uns zugekommen, die bei uns trainieren wollen. In 2020 gab es sogar einen Mitgliederzuwachs. Klar wir sind immer auf der Suche nach guten Leuten. Wir haben eine Warteliste, damit wir die Leute sofort informieren können, wenn es wieder los geht. Bitte schreibt uns bei allgemeinen Fragen eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wenn du ein Herrenspieler bist, dann melde dich direkt bei mir: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Das Interview mit Vorstandsmitglied und Head Coach Chris Nehls der Brilon Lumberjacks führte Oliver Jungnitsch für NRW Football / fands.pics.

 

Nachdem die Footballer aus Solingen mit ihrem GFL2 Team durch den AFVD, dem Deutschen Olympischen Sportbund und der Stadt Solingen als Profisport eingestuft wurden, war der Weg für einen Trainingsbetrieb frei. Seit drei Wochen wurde bisher ein Training mit Abstand und kontaktlos durchgeführt. Am vergangenen Samstag gab es den nächsten Schritt in der Saisonvorbereitung – ein fast normales Footballtraining, wie wir es vor Beginn der Pandemie kannten. 

Bei den Solingen Paladins ist ein fast normales Footballtraining möglich (Foto: Nick Jungnitsch)Bei den Solingen Paladins ist ein fast normales Footballtraining möglich (Foto: Nick Jungnitsch)

Als wir von Ingo Hübner, dem 2. Vorsitzenden der Solingen Paladins zum Training eingeladen wurden, waren wir sehr überrascht. Da der Profisport einen besonderen Status besitzt, können die Solinger wieder gemeinsam trainieren und das sogar mit Kontakt. Möglich ist es jedoch nur, da ihr Hygienekonzept den Anforderungen aller entspricht. 

Der gesamte Ablauf des Trainings ist jetzt um das Thema „Testen“ erweitert. Das gilt für jeden, auch für uns. Am Samstag um 13:00 Uhr wurden wir in der dafür eigens aufgebauten Teststraße empfangen. Der Corona-Test wird im Auto durchgeführt, hier wartet man auch auf das Ergebnis. Der Zugang zum Trainingsgelände, die Dokumentation und Nachverfolgung läuft über die sogenannte „Luca-App“.  Insgesamt ein riesiger Aufwand. Ingo, der seit 6:00 Uhr am Platz ist, sieht es eher positiv: „Uns wurde diese Chance gegeben und wir sind schon immer ein Verein gewesen, der sich nicht vor Aufgaben versteckt. Deshalb war für uns klar, dass wir für das Team alles Machbare möglich machen würden. Sicherlich war es sehr viel Arbeit mit unserer eigenen Teststraße und allem Weiteren, was dazu gehört. Denn wirtschaftlich betrachtet, spielen wir Football auf Bundesliga Niveau. Anders geht es derzeit eben nicht. Wenn wir spielen wollen, und dieser Entschluss steht fest, müssen wir flexibel sein. Die Kosten sind für uns eine große Herausforderung, aber die Alternative wäre eine erneute Trainingspause. Also Augen zu und durch!“

Uns interessiert natürlich, wie man so etwas organisiert. Klar, hier ist es gut, wenn man auf gute Netzwerke zugreifen kann. Ingo erklärt es so: „Ich stehe seit längerer Zeit nun schon im Austausch mit Elias Gniffke, dem OC der Allgäu Comets aus der GFL1. Elias ist ein Macher und hat das Herz am richtigen Fleck. Er sieht Football in Deutschland als absolute Passion und unterstützt, wo er nur kann, um das große Ganze zu unterstützen. Er hat mich durch den ganzen Prozess hinbegleitet und mit vielen Informationen mit Rat und Tat zu Seite gestanden.“

Obwohl es Veränderung im Kader der Klingenstädter gibt, sind die Verantwortlichen zuversichtlich. Ingo beschreibt uns diesen folgendermaßen: „Der Kader sieht gut aus: Jung, dynamisch und vielseitig. Durch einige Spieler, die 2019 in „Footballrente“ gegangen sind, mussten wir etwas Neues aufbauen. Ich denke, das ist uns gut gelungen und wir können mit einem frischen und neuen Gesicht der Paladins Seniors etwas Solides aufbauen und abliefern. Eine besondere Rolle spielen dabei unsere Coaches. Durch den Umbruch hatten Michal Tiedge (HC) und Markus Blessmann (OC) einiges mehr zu leisten als in einer normalen Saison. Das funktioniert hervorragend. Auch unsere neuen und alten Positionscoaches passen sehr homogen in das Team um die zwei „Cheftrainer“. Es macht mir sehr viel Spaß unsere Coaches mit dem Team arbeiten zu sehen.“

Bei den Spielern und Trainern ist die Anspannung und Vorfreude deutlich anzumerken, denn nach einer gefühlten Ewigkeit geht es wieder richtig los. Das Training, wie der Ablauf Drumherum, ist sehr professionell. Pünktlich um 13:30 Uhr versammelt Head Coach Michael Tiedge die Herren der Solingen Paladins um sich. Den ersten Teil bilden Pursuit Drills und das Durchlaufen von Pass- und Laufrouten. Danach gab es ein intensives Warm-up, bevor es in die jeweiligen Units ging. Zum Abschluss wurden die Plays mit Kontakt ausgeführt. Auf der Seite der Defense leiteten Head Coach und Defense Coordinator Michael Tiedge das Training. Unterstützt wurde er von Tim Rüttgers, dem Assistent DC und Linebacker Coach. OC Marcus Blessmann übernahm mit Marco Hübner, dem O-Line Coach und Jens Merten dem WR Coach die Offense der Klingenstädter. 

Obwohl es für die Verantwortlichen der Paladins ein langer Tag war, standen sie uns Rede und Antwort. Auf unsere Fragen bezüglich des Leistungszustandes und Standes der Vorbereitung antwortete Ingo Hübner: „Der Leistungszustand ist für die aktuelle Situation solide. Durch die vielen Einheiten mit unserem Athletik Trainer von „Plus D“ sind die Jungs fit und konnten die Corona-Müdigkeit gut ablegen. Wir sind auf einem guten Weg. Wir sind jetzt etwa auf dem Stand, den wir in einer normalen Saison Anfang März hätten. Alles ist anders. Machen wir das Beste draus.“ 

20210417 14140740 3Dirigiert Head Coach Michael Tiedge die Paladins in Richtung Saisonstart? Noch gibt es viele Fragezeichen. (Foto: Nick Jungnitsch)

Auch Head Coach Tiedge ist zufrieden: „Das Team arbeitet sich langsam ein. Der letzte Flugrost ist noch zu sehen, aber wir sind auf einem guten Weg, die Jungs dort hin zu bringen, wo sie für die Saison sein müssen.“ Zu den Minimal- und Maximalzielen gibt uns OC Markus Blessmann Auskunft: „Das allererste Ziel ist es, wieder Football zu spielen. Natürlich treten wir an, um jedes Spiel zu gewinnen, denn wer verliert schon gerne? Wir sind ein junges Team, das zukünftig Großes erreichen kann. Da bin ich mir sicher. Aber in der aktuellen Situation ein genaues Ziel festzulegen, ist sehr schwierig. Schön wäre es dennoch, wenn wir mehr Spiele gewinnen, als verlieren. Das langfristige Ziel der Paladins ist weiterhin eine solide Etablierung in der GFL2. Das wollen wir mit einem guten Unterbau erreichen, der auf unserer Jugendarbeit basiert. Mit dieser soliden Basis ist es den Paladins möglich, weiter in die Zukunft zu blicken und sich neue Ziele zu stecken.“

Leider gibt es noch viele Fragezeichen, wenn man an das Footballjahr 2021 denkt: Ligastart ist am 05.06.2021? Rückgang der Qualität des deutschen Football? Wie weit sind die einzelnen Teams? Ingo wagt dennoch einen Ausblick und schätzt es so ein: „Wir tun alles, was in der aktuellen Situation möglich ist, um das Team darauf vorzubereiten. Alle Teams, bis auf einzelne Ausnahmen, kämpfen aktuell mit dieser Situation. Wir mussten umdenken und einiges umstellen, um uns so gut es geht anzupassen. Wir mussten bestehende Strukturen aufbrechen und flexibler werden, was den eigentlichen Ablauf angeht. Aber ich denke, das haben wir mit unserer neuen Coaching Crew für die kommende Saison sehr ordentlich hinbekommen. Zu einigen Teams halten wir enge Verbindung und helfen uns untereinander, um mit der zusätzlichen Corona-Belastung zurecht zu kommen. Soweit wir wissen, sind derzeit alle Teams im Training. Sicherlich haben die letzten Monate die verschiedenen Teams zurückgeworfen. Kein „richtiges“ Training, Auflagen, Veränderungen und immer wieder Einschränkungen. Ich bin mir sicher, das geht an keinem Team spurlos vorbei. Dennoch denke ich, dass wir den Rückstand zeitnah aufholen können.“

Sollte die GFL2 normal starten, dann gibt es einen „Knaller“ bereits am ersten Spieltag für die Solinger. Es geht nach Essen zu den MIB und gegen den „alten“ Head Coach. Auf unsere Frage, ob dies ein Traum- oder eher Albtraumstart ist, entgegnet Ingo: „Weder noch! Mit Bernd Janzen haben die MIB einen guten und sehr erfahren Head Coach, welcher ja dafür bekannt ist, ein spezielles System in der Offense zu spielen. Wir freuen uns auf das Spiel genauso wie auf jedes andere. Es wird uns nicht passieren, die MIB als „Underdog“ und Aufsteiger zu unterschätzen, wie es vielen Teams 2018 mit den Paladins Wiederfahren ist.“

Für uns war es das erste Training im Jahre 2021, an dem wir von NRW Football teilnehmen durften. Uns hat es richtig Spass gemacht und wir (Nick und ich) haben gemerkt, wie uns der Football gefehlt hat: Weihnachten, Ostern, Silvester und Geburtstag alles zusammen! Besser ist es sicherlich, wenn man ein aktiver Teil war. So ist Ingo geschafft, aber glücklich: wie die Paladins insgesamt. Er fasst es so zusammen: „Am Ende des Trainingstages erhielten die Spieler und Coaches nochmal die letzten Anweisungen von uns. Der anschließende Applaus der Spieler ging in Richtung Vorstand und Helfer. Er war sicherlich viele Meter um den Platz herum noch zu hören. Das Team um HC Michael Tiedge ist aktuell so dankbar. Man merkt es jedem einzelnen Spieler an, dass er froh ist, ein Teil der Paladins zu sein. Außer der Erschöpfung nach einem so langen Training hatte jeder ein Lächeln im Gesicht. Das ist der Grund, warum wir das alles tun.“

Oliver Jungnitsch für NRW Football (Anmerkung: die Antworten der Solingen Paladins wurden originalgetreu übernommen)

 

Hier ist die komplette Fotoserie vom Training / ©Nick Jungnitsch und ©Oliver Jungnitsch: 

Leider gibt es kaum Neuigkeiten, über die wir berichten können, starteten wir einen privaten Aufruf. Der Erste, der sich meldete, war jemand, mit dem wir nicht gerechnet haben. Er ist schon seit Jahren auf unserer Wunschliste ganz oben: Fabian Kratz. Ausnahmejugendspieler und Hall of Fame Mitglied der Greenmachine, der O-Liner, den 17 College US-Universitäten haben wollten. 

Persönlich haben wir ihn im August 2016 bei dem WDGT Camp von Steve Tank und Christian Mohr kennen und schätzen gelernt. Einer Großer auf dem Platz, aber dabei sehr bodenständig, freundlich und hilfsbereit – einfach ein netter Kerl. In der Vorbereitung auf unser Interview wurde schnell klar: Es gibt eher Stoff für ein Buch. Daher wollen wir uns auf ein paar Dinge konzentrieren. 

Fabian Kratz: Ausnahmejugendspieler und Hall of Fame Mitglied der Greenmachine, der O-Liner, den 17 College US-Universitäten haben wollten. (Foto: Werner Doubleuerner Thorenz)Fabian Kratz: Ausnahmejugendspieler und Hall of Fame Mitglied der Greenmachine, der O-Liner, den 17 College US-Universitäten haben wollten. (Foto: Werner Doubleuerner Thorenz)

Oliver von NRW Football: Hallo Fabian, vielen Dank für deine Zeit! Fabian, lass uns einmal einen Blick zurückwerfen: wie bist du zum American Football gekommen?
Fabian Kratz:  Das ist eigentlich eine ganz lustige Geschichte, denn ich hatte ein Leben lang als kleiner dicker Junge Fußball gespielt. In der 5. Klasse hat mich ein Klassenkamerad mit zum Football-Training geschleppt. Das war damals bei den Cologne Falcons. Das hat mir so gut gefallen, anderen Leuten weh zutuen ohne dass ich dafür Ärger bekomme (lacht). Insgesamt hat es mir sehr viel Spaß gemacht und so bin ich dabeigeblieben. Schon nach meiner ersten Saison bin ich in die U12 NRW-Auswahl gekommen. Schön waren die Fahrten mit der Greenmachine nach Wien und Texas. Auch in den Kader der Nationalmannschaft habe ich es häufiger geschafft, aber leider haben mich Verletzungen zurückgeschmissen. Später besuchte in  den USA die Naperville Central High School. Dort war ich sehr, sehr erfolgreich. Dann ging es richtig los, als die Coaches mein Talent erkannt haben und mein Highlight Tape an Unis verschickten. Die Resonanz war riesig. In dem Jahr habe ich sehr intensiv an mir gearbeitet und wurde immer besser und schneller. Das Ergebnis waren 17 Angebote von verschiedenen Universitäten.
 
 
Oliver: Wahnsinn! Aber warum bist du dann nicht in den USA geblieben und hast dir ein College ausgesucht?
Fabian: Die Kurzform ist, obwohl mir es keiner auch bis heute nicht so richtig erklären kann: Auf der High-School konnte bzw. durfte ich nicht meinen Abschluss machen. Zwar gab es die Möglichkeit den Abschluss auf einem Internat in Connecticut zu erwerben, aber ich habe mich dagegen entschieden. 
 
Oliver: Auch wenn es nicht so gelaufen ist, wie du es gewollt hast, würdest du es noch einmal so machen?
Fabian: Auf jeden Fall! Ein High-School Gameday ist ein geiles Erlebnis! Gerade ein Jahr High School ist für einen Footballer eine gute Entscheidung. Wer sich für das College entscheidet, sollte sich im Klaren sein, dass das ein Job ist. Dann lebst du den Sport und wenn du keine Disziplin an den Tag legst, dann wird du schnell „hinfallen“ und keinen Erfolg haben. Das ist viel Arbeit und ich ziehe meinen Hut vor jedem, der das vier bis fünf Jahre macht und sein Studium noch gut abschließt. Aber der Weg in die NFL muss nicht zwingend über das College gehen, klar sind da die Chancen höher, aber ein Moritz Böhringer hat gezeigt, dass es auch anders geht. 
 
Oliver: Football hat in den USA auch im Jahr 2020 stattgefunden. Wie traurig bist du, wenn du Spiele sehen konntest und für dich keine Saison war?
Fabian: Gut, dass du so fragst, gar nicht mal so traurig.
Oliver: Was? Wieso denn das?
Fabian: Im Jahr 2019 bei meinem letzten Spiel ist irgendwas mit meiner Hüfte passiert. Das hat jetzt fünf-sechs Monate Physiotherapie und Reha gebraucht, bis der Schmerz weg war. Keiner konnte eine genaue Diagnose stellen, es war eine muskuläre Verhärtung, die verschwand und wieder kam. Das Problem habe ich erst seit drei Monaten in den Griff bekommen. Dabei hat mir geholfen, dass ich auch andere Anteile wie Yoga und Reiten in mein Training integriert habe. 
 
Oliver: Wenn ich es richtig verfolgt habe, dann bist du von der O-Line in die D-Line gewechselt. Wie geht es mit dir in diesem Jahr weiter? 
Fabian: Ja, ich habe Defense End gespielt. In der ersten Mannschaft der Falcons habe ich im Jahr 2019 jedoch in der O-Line ausgeholfen. Was ich spiele, das hängt davon ab, wo ich spiele. Leider kann ich noch keine weiteren Angaben machen, aber ich denke, ich spiele wieder in der O-Line. Und wo, lass dich überraschen!
 
Oliver: Okay, dann lass uns wage bleiben. Wie ist deine Meinung zum Ligabetrieb?
Fabian: Ich kann es nicht sagen, das ist alles in der Schwebe. Einen Spielbetrieb in der GFL halte ich für wahrscheinlich, einen Spielbetrieb in der Landesliga für unwahrscheinlich. Was ich aber denke, bei dem Aufwand, der von der ELF betrieben wird, werden dort Gamedays stattfinden. 
 
Oliver: Da ich im letzten Jahr komplett daneben lag, halte ich mich lieber zurück. Ich gebe dir aber Recht, auch ich sehe Spiele mindestens in der ELF. Kommen wir zu einem meiner Lieblingsthemen: wie kann man das Leistungsniveau im American Football verbessern. Was sind die größten Unterschiede zu einem Coach hierzulande und in den USA?
Fabian: Das geht los bei den Grundlagen und geht weiter bei der Spielvor- und Nachbereitung. Was viel mehr in den USA gemacht ist die Videoanalyse. Die Trainingseinheiten werden gefilmt und im Nachgang besprochen. Erst hier siehst du deine Fehler und kannst an ihnen arbeiten. Das was sich hier etablieren sollte sind „Satellite Camps“, bei denen Spieler aus den verschiedenen Winkeln des Landes zusammenkommen und trainieren. Das schafft Abwechslung und bringt noch mehr Erfahrung. Dabei darf man aber nicht vergessen, es wird in der Woche fünf bis sechs Male trainiert, wenn du Videoanalyse dazu nimmst. 
 
Oliver: Was denkst du, wie lange kannst noch spielen? 
Fabian: Ich bin jetzt 22 Jahre und will noch 15 bis 16 Jahre spielen. Wie gesagt, ich habe mein Training umgestellt. Mit dem Reiten habe ich angefangen und mit Yoga, Krafttraining und Sprints runde ich mein Training ab. Ich bin jetzt so fit wie schon lange nicht mehr.
 
Oliver: ... und nach der aktiven Zeit? Du hast gute Ideen, kennst das Training aus dem Mutterland des Sports. Sehen wir dich als Coach an der Sideline?
Fabian: Ja, da sehe ich mich. Besonders im Bereich: Athletik, Kraft, Runninggame und O-Line Coach. Im letzten Jahr habe ich mit Alex Verbeeck die U16 der Falcons gecoacht. Alex war auch mein erster Trainer, er ist leider in den Norden gezogen.  
 
Oliver: Also Vereine aufgepasst, hier ist einer der Coaches von morgen. Schreibt ihn am an – wer die Kontaktdaten braucht, meldet sich bei uns. Super, dann habe ich nur noch eine Bitte. Was kannst du gerade den jungen Spielern an die Hand geben um vielleicht auch mal von 17 Unis umworben zu werden und vielleicht mal in der NFL auflaufen?
Fabian: Harte Arbeit schlägt alles! Damit auch mal das Thema „abwerben“ ein Ende nimmt, wenn du gut genug bist, dann ist es egal wo man spielt die finden einen! Du brauchst nicht bei Buxtehude XY spielen, du kannst bei dem Verein bleiben, wo du angefangen hast!

Das Interview mit Fabian Kratz führte Oliver Jungnitsch von NRW Football / fands.pics. Wer sich mit dem Gedanken trägt in die USA zu gehen und Tipps oder Kontakte sucht kann sich gerne bei Fabian melden. 

 

 

Übersetzung von Fabian:

 

Oliver from NRW Football: Hello Fabian, thank you very much for your time! Fabian, let's take a look back: how did you get into American football?
Fabian Kratz: That's actually quite a funny story, because I had played soccer all my life as a little fat boy. In the 5th grade, a classmate dragged me to football practice. That was with the Cologne Falcons at the time. I liked that so much, hurting other people without getting in trouble for it (laughs). Overall, I really enjoyed it, so I stuck with it. After my first season, I already made the U12 NRW selection. The trips with the Greenmachine to Vienna and Texas were great. I also made it to the national team squad more often, but unfortunately injuries set me back. Later I went to Naperville Central High School in the USA. There I was very, very successful. Then things really took off when coaches recognized my talent and sent out my highlight tape to unis. The response was huge. During that year, I worked very hard on myself and got better and faster. The result was 17 offers from different universities.
Oliver: Awesome! But then why didn't you stay in the U.S. and choose a college?
Fabian: The short version is, although no one can really explain it to me even to this day: I couldn't or wasn't allowed to graduate from high school. There was the possibility to get the degree at a boarding school in Connecticut, but I decided against it. 
Oliver: Even though it didn't work out the way you wanted, would you do it again?
Fabian: Definitely! A high school gameday is an awesome experience! Especially one year of high school is a good decision for a football player. If you decide to go to college, you should be aware that it's a job. Then you live the sport and if you don't have discipline, you will quickly "fall down" and not succeed. It's a lot of work and I take my hat off to anyone who does it for four to five years and still finishes their degree well. But the path to the NFL doesn't necessarily have to go through college, of course the chances are higher there, but Moritz Böhringer has shown that it can be done differently. 
Oliver: Football has also taken place in the USA in 2020. How sad are you when you could watch games and it wasn't a season for you?
Fabian: It's good that you ask like that, not even that sad.
Oliver: What? Why is that?
Fabian: In 2019 at my last game something happened with my hip. It took five-six months of physiotherapy and rehab until the pain was gone. No one could make an exact diagnosis, it was a muscular hardening that disappeared and came back. I have only been able to get the problem under control for three months. It helped that I also integrated other parts like yoga and horseback riding into my training. 
Oliver: If I followed it correctly, you moved from the O-Line to the D-Line. What's the next step for you this year? 
Fabian: Yes, I played defensive end. But on the Falcons first team, I helped out on the O-Line in 2019. What I play, it depends on where I play. Unfortunately, I can't give any more details yet, but I think I'll play on the O-Line again. And where, let me surprise you!
Oliver: Okay, then let's stay daring. What is your opinion about league play?
Fabian: I can't say, it's all up in the air. I think a game operation in the GFL is probable, a game operation in the Landesliga is unlikely. But what I think, with the effort that is made by the ELF, there will be gamedays there. 
Oliver: Since I was completely off the mark last year, I'd rather hold back. I agree with you though, I too see games at least in the ELF. Let's move on to one of my favorite topics: how to improve the performance level in American football. What are the biggest differences between coaching in this country and in the USA?
Fabian: It starts with the basics and continues with pre-game and post-game preparation. What is done much more in the USA is the video analysis. The training sessions are filmed and discussed afterwards. Only here you can see your mistakes and work on them. What should be established here are "satellite camps" where players from different corners of the country come together and train. This creates variety and gives you even more experience. But you have to remember that you train five or six times a week if you add video analysis. 
Oliver: How long do you think you can still play? 
Fabian: I'm 22 years old now and I want to play for another 15 to 16 years. As I said, I have changed my training. I started riding and I round out my training with yoga, strength training and sprints. I'm fitter now than I've been in a long time.
Oliver: ... and after the active time? You have good ideas, you know the training from the motherland of sports. Do we see you as a coach on the sideline?
Fabian: Yes, that's where I see myself. Especially in the area of: athletics, strength, running game and O-Line coach. Last year, I coached the Falcons' U16s with Alex Verbeeck. Alex was also my first coach, unfortunately he moved up north. 
Oliver: So clubs watch out, here is one of the coaches of tomorrow. Write to him on - who needs the contact details, get in touch with us. Great, then I have only one request. What can you give to the young players to be courted by 17 universities and maybe play in the NFL?
Fabian: Hard work beats everything! So that also times the topic "poach" takes an end, if you are good enough, then it does not matter where one plays the find one! You do not need to play at Buxtehude XY, you can stay at the club where you started!

 

Heute begann bei den Gelsenkirchen Devils die Vorbereitung auf eine mögliche Saison 2021. Aufgrund der aktuellen Lage wurde das offene Teammeeting online abgehalten, an dem viele Spieler und Interessierte teilnahmen. Head Coach Heiko Czarnotta eröffnete die virtuelle Sitzung und stellte sein Team, Planungen und Ziele für 2021 vor.

Heiko Czarnotta HC der Gelsenkirchen Devils - Foto: Oliver JungnitschHeiko Czarnotta HC der Gelsenkirchen Devils - Foto: Oliver Jungnitsch

Kurz nach 19:00 Uhr richtete man offiziell den Blick auf die neue Spielzeit der Devils. Zwar gibt es aufgrund der Corona-Pandemie noch viele Fragezeichen und Unwägbarkeiten, aber die Gelsenkirchener wollen vorbereitet sein. Head Coach (HC) Heiko Czarnotta gab in einer guten Stunde viele Informationen zum Coaching-Staff und zur Planung einer möglichen Saison 2021. Nach einem Jahr ohne Ligabetrieb ist diese nicht einfacher geworden. 

Heiko wird neben dem HC auch den Posten des Offense Coordinators übernehmen und zusätzlich noch die Wide Receiver trainieren. Dabei wird er von Quarterback Johannes Werner unterstützt. Den Posten des Defense Coordinators wird für die Devils ein neues Gesicht übernehmen: Holger Meyring. Meyring war zuletzt bei den Dortmund Giants tätig, wo er auch mit dem Coaching im Jahre 2008 begann. Als Spieler war er bei den Giants und Assindia Cardinals in der GFL bzw. GFL2 aktiv. Bei den Devils wird er auch die Linebacker-Unit übernehmen. Die O-Line wird weiterhin von Michael Antoschowitz gecoacht, dabei wird Thilo Werner ihm als Assistent O-Line Coach unterstützen. Auf der Position des D-Line Coach wird es ein Wiedersehn mit einem alten Bekannten der Devils geben. Bastian Grundmann (genannt „Tower“) kehrt nach Ausflügen zu den Dorsten Reapers und Dortmund Giants wieder nach Gelsenkirchen zurück, wo er von 2011 bis 2016 schon einmal tätig war. Er wird von Marco Mitschek unterstützt. Marc Overwien wird, wie auch in diesem Jahr, die Defense Backs trainieren. Neu ist die Position eines Newbie-Coaches. Hier will man auf den Zulauf von Neulingen reagieren und noch besser in das Team einbinden.

In Gelsenkirchen schaut man hoffungsvoll in die Zukunft. Dabei streben die Devils im nächsten Jahr einen ausgeglichen Record an. In ein paar Jahren wollen sie zu einem der Topteams der Regionalliga aufsteigen. Da man sich immer steigern sollte, will man ohne Importspielern an dem Aufstieg arbeiten. Als Zeitfenster wird frühestens 2025 angesehen.

Das Training beginnt bereits ab dem kommenden Donnerstag, natürlich nur virtuell. HC Czarnotta setzt jetzt auf einen Wechsel von Workout und Theorie. Wann und wie es wieder nach draußen geht kann keiner zuverlässig sagen, der Coaching Staff wird ständig die aktuelle Situation im Auge haben und reagieren. 

Zum Ende stellt Heiko Czarnotta klar, was er von seinen Spielern erwartet, damit es mit den Gelsenkirchen Devils weiter aufwärts geht: Einsatz. Jeder ist jetzt gefordert sich fit zu halten, denn nur so wird er dem hohen Anspruch der Regionalliga entsprechen. Ein Niveau, was nur ein Verein aus der näheren Umgebung überbietet, aber viele nicht annähernd erreichen.  

Oliver für FandS

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