Crazy Bones Band rockt die Zeche

2015 11 28 um 19 28 48 Nick99

Mit ihrer Musik bringen sie das Publikum zum tanzen, dabei ist völlig unerheblich, um welche „Altersklasse“ es sich handelt. Aber nicht nur das: die Crazy Bones Band ist so locker und nett, dass wir von „Der Pott-das Magazin“ kurz vor dem Auftrifft noch ein Interview machen konnten. Von Aufregung keine Spur- Profis halt.

Der Pott:

Ihr habt schon gerade im Bochum eine große Fanbase. Wie würdet Ihr euch und eure Musik beschreiben? Was sollte jeder von der Crazy Bones Band wissen?

Jörg:

Die Crazy Bones Band ist eine Rock- und Pop Coverband aus dem Ruhrgebiet. Wir kommen alle aus Bochum und Gelsenkirchen. Im Jahre 1979 habe ich die Crazy Bones Band mit gegründet. Dort habe ich mich zunächst mit den Tönen im unteren Frequenzbereich (Bassgitarre) beschäftigt. Die Crazy Bones sind folglich seit über drei Jahrzehnten im gesamten Ruhrgebiet unterwegs. Ein besonderes Erlebnis ist für uns immer das Konzert hier in der Zeche. Heute sind wir zum achten mal in Folge hier. Es ist ein Heimspiel, das uns unsere treue Fangemeinde in dieser Halle immer bereitet. Klasse ist, dass die Gemeinschaft der Leute immer weiter anwächst.

Anja:

Genau! Unser Fankreis erhält immer mehr Zulauf. Das ehrt uns. Dadurch bekommen wir auch neue Aufträge, so wurden wir  z.B. von der IG-Metall, bei verschiedenen Veranstaltung der Opel AG oder bei Festen aller Art, gebucht. Anfragen nehmen wir gerne entgegen. Aber das hier in der Zeche ist ein Highlight, das ist unser Jahreskonzert. Das macht uns allen riesig Spaß und genießen die Vorfreunde. Unser Repertoire ist unterschiedlich, ja, bunt gestrickt. Die Crazy Bones Band hat als Mitglieder die unterschiedlichsten Musiker, die die unterschiedlichsten Musikgeschmäcker repräsentieren. Das hört sich zunächst nicht so harmonisch an, aber es läuft wunderbar! Nein, sogar sensationell!

Jörg:

Die einzelnen Musiker sind auch in anderen Projekten aktiv und spielen im gesamten Ruhrgebiet. Manche spielen am Theater oder sind im Musiktheater als Künstler tätig. Der eine oder andere ist in Rockprojekten eingebunden.

Anja:

Ja, aber das ist nicht alles. Wir unterstützen Musicals, besonders die Essener Musical Akademie,  Ema genannt. Wir sind nicht nur im achten Jahr hier in der Zeche, wir sind auch acht Bandmitglieder. Wer uns nicht im einzeln kennt, der sollte sich eines unserer Konzert anschauen. Die Crazy Bones Band sind:  Tom am Schlagzeug,  Jörg und Heiko an den Gitarren, Lutz am Bass, Norbert - Percussion, Christoph - Keyboard,  Annette - Backingvocals, Anja - Leadgesang. Jörg und Lutz sind zusätzlich auch Sänger. Dadurch können wir chorisch unterwegs sein und unterscheiden uns von anderen Bands, die nicht die gesangliche Vielfalt abbilden können.

Jörg:

Hier dominiert Anja mit ihren gesanglichen Fertigkeiten, sie hat eine klassische Gesangsausbildung genossen.

Anja:

Richtig, aber ich habe mich in den Jahren in den Bereichen Rock und Pop weiterentwickelt. Wir können ein riesiges Spektrum abdecken: von Status Quo, Queen, Pink Floyd, über The Blues Brothers, Doro oder auch Nightwish.

Jörg:

Das zeichnet uns aus, dass wir so viele Bereiche und Künstler technisch und musikalisch abdecken können. Hier ergänzen wir uns mit den verschiedenen Musikgeschmäckern und Fertigkeiten. Anja ist uns eine Hilfe, denn als Gesanglehrerin holt sie aus Stimmen das Maximale heraus.

Der Pott: Vielen Dank für das lockere und tolle Interview.

Das 2 ½ stündige Konzert war eine Zeitreise durch die Musikgeschichte. Alles und für jeden war etwas dabei. Besonders erstaunlich ist es, wie Lutz und Anja den Originalen nahe kommen oder diese interpretieren. Wer sich über die Crazy Bones Band informieren will, der macht es über ihre Homepage oder klickt bei Facebook

(Text und Bild: Nick Jungnitsch - veröffentlicht auf "Der Pott - Das Magazin")

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Element of Crime sind wie guter Wein...

(c) Oliver Jungnitsch

 Die Tour 2015 startete Element of Crime bei den Eidgenossen in Zürich. Ein paar Tage später ging es nach Wien und nach einigen Zwischenstopps in deutschen Städten, landeten sie im Ruhrpott. Die Zeiten der Zechen haben sich geändert, zwar geht es mitunter noch laut zu, jedoch ist es sehr melodisch geworden. Ausgediente Industriehallen werden der Kultur gewidmet und bieten ein unnachahmliches Ambiente, wie auch die Jahrhunderthalle in Bochum. Als Konzertbesucher bin ich immer von der guten Akustik sowie der ausgewöhnlichen Architektur positiv überrascht. Das Konzert war mit 3500 Besuchern ausverkauft.

Alles in Allem war es ein guter und würdiger Rahmen für die Mitglieder von Element of Crime und ihre Tour – Lieblingsfarben und Tiere. Element of Crime wurde im März 1985 in Berlin (West) gegründet und bereits im Herbst 1985 nahmen sie in nur 5 Tagen die erste Platte auf. Es sind jetzt mittlerweile 13 Alben geworden. Element of Crime ist alles andere als gewöhnlich, so passt es ins Bild, dass die ersten Texte nicht, wie heute, in ihrer Muttersprache gemacht wurden, sondern in Englisch.

Mit Apples in Space, die aus der Norwegerin Julie Mehlum und dem Deutschen Phil Haussmann bestehen, begann der Abend in Bochum. Sie schafften es, das Bochumer Publikum mit ihren emotionalen und anspruchsvollen Songs auf „Betriebstemperatur“ zu bringen.

Nach einer kurzen Pause betraten Sven Regener (Gesang, Gitarre und Trompete), Jakob Ilja (Gitarre), Richard Pappik (Schlagzeug) und David Young (Bass) die Bühne. Sofort hatte Sven Regener das Publikum um den musikalischen Finger gewickelt und zog es mit Geschichten zwischen den Liedern in seinen Bann. Oder er berichtet von Interviews, die im das Gefühl geben, bei einem Psychiater auf der Coach zu liegen, denn sie wurden gefragt, warum es in den Texten „immer von Wasser, Flüssen und Meer“ handelt. Dem Journalisten antwortete er: „Keine Ahnung. Vielleicht wegen der Sexualität“. In den vergangenen Jahren haben die Mitglieder von Element of Crime es immer wieder geschafft, ihre Fans zu begeistern, so auch in Bochum.
Sven Regener kann auch ein richtig netter Kerl sein, denn er ist sich für nichts zu Schade. Persönlich sagt er die Vorgruppe an. Welcher andere Star würde dies machen? Element of Crime ist auch nach 30 Jahren unberechenbar.

(Text und Bild: Oliver Jungnitsch - veröffentlicht auf "ON Concert")

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