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Traumfinale mit Deutschland und Österreich

NFL-Star drückt Gastgeber die Daumen

Es kommt zum erhofften Finale bei der Sparkasse Junioren Europameisterschaft American Football in Dresden. Deutschland trifft am Samstag um 17.00 Uhr im Heinz-Steyer-Stadion auf Österreich. Das ewig junge Duell. Nachdem die Alpenländer zwei Mal hintereinander den Europameister-Titel holten, zuletzt 2013 in Düsseldorf und Köln, wird es aus deutscher Sicht langsam einmal wieder Zeit, den Spieß umzudrehen.
Die Leistung im Halbfinale beim deutlichen 35:6-Erfolg gegen Frankreich hat die Hoffnungen zumindest genährt. Doch Peter Springwald, Chef de Mission warnt vor allzu großen Erwartungen. „Das Spiel gegen Österreich wird ein ganz anderes Kaliber."

Und doch sieht er für seine Jungs durchaus Chancen. „Wenn wir an die Leistungen der ersten Halbzeit gegen Frankreich anknüpfen können, haben wir sicherlich gute Chancen. Im Finale wird es darauf ankommen, wer die wenigsten Fehler macht, da kann eine Unaufmerksamkeit oder eine Strafe einen ganzen Drive kaputt machen."

Das Team ist zumindest fit. Auch, wenn das Spiel gegen den amtierenden Vize-Europameister die eine oder andere Spur hinterlassen hat, werden morgen alle einsatzbereit sein.

Die Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde jedenfalls von den Coachs zum Arbeiten genutzt. „Wir haben insgesamt nur 39 Stunden Zeit, uns auf den Gegner einzustellen, da müssen wir jede Minute zur Analyse nutzen", so Springwald.

Anders ergeht es dem Team aus Österreich auch nicht. Das deutete Head Coach Jakob Dieplinger bereits direkt nach dem gewonnenen Halbfinale gegen Dänemark an. „Wir werden uns jetzt das zweite Spiel hier im Stadion ansehen und dann später genau zur Vorbereitung analysieren. Wir werden auch sicherlich im Finale ein paar Dinge anders machen als gegen Dänemark. Es wird eine lange Nacht werden."

So oder so werden sich zwei gut vorbereitete Mannschaften im Finale gegenüber stehen.

Einen ganz besonderen Gruß bekam Deutschlands Leistungssportdirektor Jean-Marc Tappy von NFL-Star Björn Werner. „Björn hat sich gemeldet. Er verfolgt die EM und hat uns für das Finale viel Glück gewünscht." Der Verteidiger der Indianapolis Colts trug selbst früher das Trikot mit dem Bundesadler.

Ein Trumpf im Finale könnten die Zuschauer sein. Das deutsche Team hofft natürlich auf lautstarke und zahlreiche Unterstützung. Karten ab 10 Euro gibt es am Samstag an den Tageskassen des Heinz-Steyer-Stadions. Schüler können beide Spiele – Frankreich und Dänemark bestreiten bereits um 14.00 die Begegnung um Platz 3 - schon ab 5 Euro sehen.

Wer es nicht schafft, die Finalspiele im Stadion zu besuchen, kann auf www.radio-monarchs.de  den Livestream verfolgen.

Link www.jem2015.afvd.de 
Link www.radio-monarchs.de

(Pressemitteilung vom AFVD.de)

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Deutschland setzt sich gegen Frankreich durch

Deutschland und Österreich spielen am 27. Juni im Dresdener Heinz-Steyer-Stadion um die Sparkasse Junioren Europameisterschaft American Football. Das deutsche Team besiegte am Donnerstagabend im Halbfinale Frankreich mit 35:6 (7:0, 22:6, 3:0, 3:0). Für die Mannschaft des Gastgebers wird es die insgesamt achte Finalteilnahme bei einer U19-Europameisterschaft im American Football sein. Das letzte Mal war man allerdings 2008 im Finale dabei (und siegreich) – seither hatte stets Frankreich die Rolle des „Kronprinzen“ hinter Titelverteidiger Österreich eingenommen. So war vor dem Spiel gegen die Franzosen auch einiges an Anspannung im deutschen Lager zu spüren gewesen.

Diese legte sich recht bald: In einer ersten Halbzeit, in der so gut wie alles für Deutschland und gegen Frankreich lief, war der Grundstein für den Finaleinzug schnell gelegt. Zu Beginn legte der deutsche Angriff eine erste Angriffsserie vor, die 15 Spielzüge lang währte, hauptsächlich aus Laufspielzügen bestand und damit Ruhe und Rhythmus ins Spiel brachte. Stark war die französische Verteidigung dann zwar kurz vor ihrer eigenen Endzone, aber es reichte nicht, um die deutsche Offense um Quarterback Jan Weinreich zu stoppen. Zum ersten Touchdown bediente er Osiris St. Brown per Pass, später lief Glody Ngovo aus einem Yard in einem vierten Angriffsversuch zum 14:0 in die Endzone.

Die erste Serie der französischen Angreifer hatte dazwischen gleich mit erheblichem Raumverlust begonnen, als Deutschlands Verteidigung den Quarterback Bryan Zerbe sofort weit hinter der Anspiellinie gestellt hatte. Beim zweiten Anlauf lief es zwar besser für die Franzosen, als sie mit einem 80-Yard-Lauf von Robert Fargeon direkt ihrerseits in die Endzone kamen. Weil danach jedoch ihr Kick beim Zusatzpunktversuch an die Torpfosten ging, blieb es nur ein Teilerfolg.

Die deutsche Mannschaft zeigte sich zudem in keinster Weise beeindruckt. Wieder folgte eine lange Angriffsserie, wieder der Abschluss durch einen Lauf-Touchdown, diesmal durch Jerome Manyema. Danach gab es kalte Duschen für die Franzosen gleich in Serie. Zunächst geriet der Returner beim anschließenden Kickoff der Deutschen mit dem Ball knapp über die Goal Line, so dass die Franzosen den Ball statt an der 20- an der 1-Yard-Linie anspielen mussten. Duncan Connor Wigmann erwischte Frankreichs Quarterback Bryan Zerbe wenig später in der Endzone. Zwei weitere Punkte für Deutschland durch den Safety waren die Folge, und zusätzlich ja auch erneut Ballbesitz. Den nutzte dann Amon-Ra St. Brown dazu, es sofort mit dem nächsten Spielzug seinem Bruder Osiris gleich zu tun und sich in die Scorer-Liste einzutragen. Zwar misslang nun hier den Deutschen der Kick beim Zusatzpunktversuch, aber mit dem 29:6 ging es mit einem beruhigenden Vorsprung in die Pause.

Danach mühten sich die Franzosen, mit Pässen noch zurück ins Spiel zu kommen, die deutsche Mannschaft behielt den Gegner aber jederzeit unter Kontrolle. Die Stammspieler wurden mehr und mehr geschont, zwei Field Goals von Paul Jung brachten schließlich den stürmisch gefeierten 35:6-Endstand. Deutschland hat damit sein Traumfinale gegen Österreich (27. Juni, 17 Uhr) erreicht, Frankreich wird sich am selben Tag im Spiel um Platz drei mit Dänemark messen (Beginn 14 Uhr).

Peter Springwald, Chef de Mission und damit der Hauptverantwortliche für das deutsche Team, war hoch zufrieden. „Das sah in der ersten Halbzeit einfach aus, basiert aber auf harter Arbeit. Das Team hat sich für die guten Trainingsleistungen der letzten Tage selbst belohnt. Wir haben den Ball gut kontrolliert und variabel gespielt. Dass wir vor allem im ersten Abschnitt so überlegen waren, hätten wir vorher nicht gedacht.“

(Pressemitteilung vom AFVD.de)

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